| die.wildbach im Gschlief |
40 Wildbachler aus ganz Österreich folgten Anfang Mai einer Exkursion in einen der momentanen Hot-Spots der Wildbach- und Lawinenverbauung (die.wildbach) zum Gschliefgraben in Gmunden am Ostufer des Traunsees.
Ende November 2007 hatte sich dort ein mächtiger Erdstrom in der seit Jahrhunderten bekannten Großrutschung in Richtung der 74 Häuser am Schwemmkegel des Gschliefgrabens bewegt und diese massiv gefährdet. Nur durch den raschen Einsatz eines Spezialistenteams unter Führung der Wildbachverbauung Oberösterreich konnte der Erdstrom vor den Häusern gestoppt werden. Unmittelbare Schäden an den Häusern sind nicht aufgetreten, sieht man von einer Lageverschiebung von ca. 60cm zweier Häuser ab.
DI Gasperl und DI Schiffer führten die Exkursionsteilnehmer in einem Rundgang über nahezu den gesamten Bereich der Großrutschung. Dabei wurde das Ausmaß dieses Erdstromes erst richtig deutlich. Schier Unvorstellbares wurde in den letzten Monaten durch die Beteiligten geleistet, um die treibende Kraft hinter dem Erdstrom, das Wasser, aus der Großrutschung auszuleiten. Mit Erfolg, wie die zahlreichen periodisch durchgeführten Bewegungsmessungen zeigen. Trotzdem sind immer noch 12 Häuser im Zentralbereich des Erdstromes evakuiert.
Neben den Sofortmaßnahmen wurde in den letzten Monaten zudem ein langfristiges Schutzprojekt mit einem Investitionsvolumen von knapp € 11 Mio. in den nächsten 10 Jahren ausgearbeitet, das die systematische Ausleitung sämtlicher Wässer aus dem Bereich der Großrutschung vorsieht und mit dessen Umsetzung unverzüglich begonnen wird.
Alle Teilnehmer waren am Ende des Tages tief beeindruckt von den Gewalten der Natur, aber natürlich auch von den kaum beschreibbaren Leistungen der oberösterreichischen Kollegen während der letzten Monate.
die.wildbach konnte im Gschliefgraben einmal mehr unter Beweis stellen, dass sie der kompetente Ansprechpartner in Sachen Schutz vor Naturgefahren in Österreich ist.
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