Sektion Oberösterreich
Regional management Upper Austria

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Heft 156, Oktober 2007, 71. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Schiffer Michael

Aktuelle Massenbewegungen und deren Gefährdungspotenziale im Salzkammergut

Das Salzkammergut weist sehr komplexe geologische Verhältnisse auf. Besonders das den spröden Kalkschichten unterlagerte Haselgebirge (System „hart auf Weich“) gilt als Motor von Großhangbewegungen wie der Stambachmure, dem Sandlingbergsturz im Zlambachgebiet und den Bergzerreißungsphänomenen im Bereich Plassen/Hallstätter Mühlbach. Daneben treten weitgehend labile Formationen mit stark erhöhtem Schadenspotenzial im Bereich Gosau und Bad Ischl auf. Mit dem Übergangsbereich von den Kalkalpen zur Flyschzone liegt mit dem Gschliefgraben und dem stein- und blockschlagträchtigen Traunstein Westabfall ein weiterer Gefährdungsschwerpunkt für Siedlungsgebiete und Infrastruktureinrichtungen vor. Weiters kommt es im Bereich der Flyschzone im Zusammenwirken mit Niederschlägen und anthropogener Einflussnahme häufig zu lokalen Ereignissen. Seitens der WLV wird versucht den auftretenden Gefahren mit dem Stand der Technik zu begegnen und vorsorglich über die Gefahrenzonenplanung weitere Siedlungsentwicklungen in potenziellen Risikobereichen zu unterbinden.

Current mass movements and their potential dangers in the Salzkammergut

The Salzkammergut is a geographically complex area. The Haselgebirge in particular, which lies under brittle chalk beds (”hard on soft“ system), is the primary driver behind big slope movements like the Stambach mudflow, the Sandling rockslide in the Zlambach- area and the mountain splitting phenomena in the Mt. Plassen/ Hallstätter Mühlbach region. There are also far reaching unstable formations with increased damage potential in the Gosau and Bad Ischl regions.. The transient area between the limestone Alps and the Flysch zone with the Gschliefgraben and the west side of the Traunstein, which is prone to rock falls, is another safety focus for settlement regions and infrastructure facilities. Furthermore, there are often local occurrences in the Flysch zone caused by rainfalls in combination with anthropogenic influences. The WLV is attempting to confront the upcoming dangers in a highly sophisticated manner and prevent the development of settlements in potential risk areas with precautionary hazard zone mapping..

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Dipl.-Ing. Schiffer Michael
Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Oberösterreich West
Traunreiterweg 5a
4820 Bad Ischl