Wildbach- und Lawinenverbauung in Bayern
Torrent and avalanche control in Bavaria

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Heft 159, August 2008, 72. Jahrgang

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Schmaus Karl

Bau und Betrieb einer automatischen Messstation zur Überwachung einer Großhangbewegung im Brechries-Jenbach

Südwestlich von Rosenheim bei der Ortschaft Bad Feilnbach befindet sich die Großrutschung Brechries. Es handelt sich um einen ca. 15 ha großen Rutschbereich mit einem Tiefgang von über 80 m und einem Gesamtvolumen von etwa 7 bis 8 Millionen Kubikmetern, und somit um die größte Hangrutschung der nördlichen Kalkalpen. Um die Gefährdung für die Ortschaft Bad Feilnbach zu untersuchen, wurden in den Jahren 1987 bis 1998 zweimal jährlich Geländeprofile und Einzelmesspunkte im Brechries, sowie ein Präzisionspolygonzug entlang einer Forststrasse oberhalb des Brechries beobachtet. Aufgrund stark zunehmender Steinschlaggefahr und eines Felssturzes in der Größenordnung von ca. 50000 Kubikmetern zu Beginn des Jahres 1999 war die Weiterführung der terrestrischen Messung nicht mehr zu vertreten. Neue und sichere Möglichkeiten der messtechnischen Überwachung der Rutschung mussten erschlossen werden. Darüber hinaus war die Frequenz der Messungen deutlich zu steigern, um eine rechtzeitige Änderung des Bewegungsverhaltens und somit der Gefährdungssituation erkennen zu lassen. Als Lösung des Problems wurde der Bau einer automatischen Messstation beschlossen.

Construction and operation of an automatic measuring station for monitoring the Brechries-Jenbach landslide in torrent control.

The Brechries landslide is situated near the village of Bad Feilnbach southwest of Rosenheim. The landslide covers a surface of about 15 ha, its depth is estimated to be more then 80 m and its whole volume from 7 to 8 million cubic metres. Therefore it is the biggest landslide of the northern limestone Alps. To determine the endangerment for the village of Bad Feilnbach, terrain profiles and single points as well as a precision polygon has been monitored twice a year from 1987 to 1998. Because of the increasing rockfall hazard and of a big rockfall of approx. 50,000 cubic metres at the beginning of 1999 the continuation of the terrestrial measurement became impossible. New, secure ways and measuring methods for the monitoring of the landslide had to be found. In addition, the frequency of the measurements had to be considerably increased to reveal in time a change of the movement behaviour and therefore the endangerment. As a solution of the problem the construction of an automatic measuring station was decided.

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DI (FH) Schmaus Karl
WWA Rosenheim
Königstraße 19
83022 Rosenheim