Studienreise 2011 Island
Study trip 2011 Iceland

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Heft 168, Dezember 2011, 75. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Granig Mathias , Ihrenberger Christian , Schnetzer Ingo

Bericht Mittwoch, 22.06.: Von Ólafsjörður nach Siglufjörður

Die Nordwestküste Islands ist landschaftlich geprägt durch seine Fjorde, welche ursprünglich von einer Vielzahl von Fischerdörfern und Einzelgehöften besiedelt waren. Seit jeher stellte jedoch die Bedrohung der Siedlungen und essenziellen Verbindungswege durch Lawinen eine maßgebliche Einschränkung in der Region dar. Spätestens seit den fatalen Lawinenereignissen in Súðavík und Flateyri 1995 hat die Sicherung und Aufrechterhaltung der Siedlungs- und Infrastruktur auf Basis eines konsequenten Risikomanagements auch für diese Bereiche eine zentrale Bedeutung für die Gewährleistung einer nachhaltigen Entwicklung in dieser Region. Der Ort Siglufjörður im Norden von Island war bis 1968 einer der wichtigsten Heringshafen, eingebettet zwischen dem Meer und den steil abfallenden Hängen im Westen. Durch Lawinentunnels gelangt man heutzutage in den Ort. Lawinen reichten immer wieder an den Ort heran, daher wurde im Jahr 1996 ein Pilotprojekt für umfangreiche Verbauungen mit Unterstützung aus Österreich gestartet. Seither wurde in mehreren Phasen eine Reihe von Verbauungsmaßnahmen mit Anbruchverbauungen, Leitdämmen und Lawinenauffangdämmen umgesetzt.

Report on Wednesday, June 22nd: From Olafsfjörður to Siglufjörður

The north western part of Iceland is dominated by its fjords, which were formerly populated by many fishing villages and single farms. Since the beginning of rural settlements the threats from avalanches have always restricted development in this area. At least after the catastrophic avalanche events in Súðavík and Flateyri in 1995, an effective protection of the settlements and the maintenance of a secure transportation infrastructure have become a central priority for the responsible authorities. It is based on consequent risk management and focused on sustainable preservation and development of the region. The traditional fishing town Siglufjörður is situated between the sea and steep avalanche prone slopes in the very north of Iceland. Until 1968 it was one of the main harbours for herring processing. Nowadays the town can be reached safely through an avalanche tunnel. Avalanches were always a threat for the town. Therefore in 1996 they began to construct protection measurements in cooperation with Austrian experts. Since then, supporting structures in the release zones and a series of avalanche dams in the run out zones were installed in Siglufjörður.

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Dipl.-Ing. Granig Mathias
WLV Stabstelle für Schnee und Lawinen
Wilhelm Greil Strasse9
6020 Innsbruck
DI Ihrenberger Christian
Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Außerfern
Lechtalerstraße 21
6600 Lechaschau
DI Schnetzer Ingo
Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Stabstelle Geoinformation
Marxergasse 2
1030 Wien