Gefahrendarstellungen für Massenbewegungen
Hazard Mapping for Mass Movements

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Heft 166, Jänner 2011, 74. Jahrgang

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Bell Rainer , Leopold Philip , Petschko Helene , Pomaroli Gilbert , Proske Herwig , Schweigl Joachim

Darstellung der Gefährdung durch gravitative Massenbewegungen im Bundesland Niederösterreich als Grundlage der Raumplanung

Naturgefahren, wie etwa Rutschungen, Steinschläge oder auch Überflutungen spielten in der niederösterreichischen Raumordnung schon von Anfang an eine wichtige Rolle. Der Beitrag versucht einen Überblick über die spezifischen Bedingungen zu geben, unter denen die Raumordnung in diesem Zusammenhang arbeiten muss. Das erste Kapitel zeigt in Kürze die Geschichte der raumordnungsgesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit Naturgefahren. Das aktuelle NÖ Raumordnungsgesetz 1976 hat schon bei seiner Erlassung ein hohes Schutzniveau angestrebt. Weil aber entsprechend fachlich fundierte Grundlagen zu Naturgefahren gefehlt haben, konnte die Raumordnung die an sie gestellten Anforderungen kaum erfüllen, wie in Kapitel zwei gezeigt wird. Erst durch die Verfügbarkeit von umfassenden Überflutungskarten für Niederösterreich änderte sich dies im Bereich des Hochwassers (Kapitel drei). Dadurch wurde aber deutlich, dass vergleichbare Kartenwerke dringend im Bereich der gravitativen Massenbewegungen benötigt werden. Vor diesem Hintergrund setzten Überlegungen der NÖ Landesregierung ein, wie diese Lücke zu schließen sei (Kapitel vier). Diese endeten mit dem Beschluss, ein entsprechendes Forschungsprojekt zu fördern. Kapitel fünf berichtet über den aktuellen Stand des Forschungsprojekts „Methodenentwicklung zur Modellierung von Massenbewegungen in Niederösterreich“. Das letzte Kapitel behandelt schließlich die künftigen Herausforderungen für die Raumplanung im Umgang mit geogenen Gefahrenhinweiskarten.

Representation of the hazards caused by gravatative mass movements in the federal state of Lower Austria as a basis for the spatial planning

Natural hazards such as landslides, rock falls or floods have been of crucial importance for spatial planning in Lower Austria from the very beginning. In this context, the article attempts to provide an overview of the specific conditions which set the framework for spatial planning in Lower Austria. The first chapter shows the history of Spatial Planning Law in a few brief words, especially the regulations associated with natural hazards. The current Spatial Planning Law of Lower Austria (1976) has aimed at a high level of protection from its first enactment. Since adequate results from basic research on natural hazards are missing, spatial planning could not work as effectively as it should, which is documented in chapter two. The availability of comprehensive maps of flood plains in Lower Austria caused major changes in the perception of flood risk (chapter three). Thus it became clear that similar maps are urgently needed in the field of gravitational mass movements. Chapter four treats the reflections of the federal department of Lower Austria as to how this gap could be closed, ending with the decision to promote an appropriate research project. Chapter five reports on the current status quo of the research project “Methods for landslide susceptibility modelling in Lower Austria”. The last chapter touches on the future challenges for spatial planning supporting on landslide susceptibility maps.

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Dr. Bell Rainer
Universität Wien, Institut für Geographie und Regionalforschung
Universitätsstraße 7
1010 Wien
Mag. Leopold Philip
Austrian Institute of Technology, Department Health and Environment
2444 Seibersdorf
Mag. Petschko Helene
Universität Wien, Institut für Geographie und Regionalforschung
Universitätsstraße 7
1010 Wien
DI Pomaroli Gilbert
Amt d NÖ LR, Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
Mag. Proske Herwig
Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, DIGITAL - Fernerkundung und Geoinformation
Wastiangasse 6
8010 Graz
Mag. Dr. Schweigl Joachim
Amt d NÖ LR, Abteilung Allgem. Baudienst - Geologie
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten