30 Jahre Gefahrenzonenplan

Uploaded Picture
Heft 152, Jänner 2005, 69. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Gstir Nikolaus , Gwercher Anton

DAS MODELL DER GEFAHRENZONENPLANUNG IN DER RAUMENTWICKLUNG - REAL ODER IRREAL?

Die Hochwässer 2002 haben es wieder einmal aufgezeigt: die Berücksichtigung von Naturgefahren in der Stadt- und Regionalplanung ist ein absolutes Muss! Wo das bisher nicht erfolgt ist, waren massive Schäden an Gebäuden, Infrastruktureinrichtungen und auch Schutzbauwerken die Folge. Unterschiedliche Analyseprojekte, die Ursachen und Wirkungen dieser Katastrophenereignisse untersuchten, haben bestätigt, dass die Gefahrenzonenpläne der Wildbach- und Lawinenverbauung und der Bundeswasserbauverwaltungen wichtige Grundlageninformationen für die regionale und überregionale Raumplanung liefern können und daher dort verstärkt Eingang finden sollen. Der Vortrag soll - ausgehend von den Grundlagen der Gefahrenzonenplanung und dem dahinter liegenden Modell - darlegen, wie mittels laufender Beobachtung der Einzugsgebiete durch den Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung alle Voraussetzungen für weit reichende Planning und Decision Support Systeme geschaffen werden. Die Weiterverarbeitung der erhobenen Naturraumdaten im digitalen Wildbach- und Lawinenkataster unter Heranziehung aller aktuell verfügbaren Daten anderer Fachdisziplinen (Laserscanning, Simulation, etc.) bietet auch die Möglichkeit, den Betroffenen im Rahmen unterschiedlicher Intensitäten der Bürgerbeteiligung deren Bedeutung im Rahmen des Schutzes vor Naturgefahren aufzuzeigen und sie somit zu Beteiligten zu machen. Dieser Schritt hilft auch anderen Planungsträgern, Verständnis für die Umsetzung aller notwendigen Schritte zur Realisierung eines umfassenden Systems der Risiko- und Schadensprävention zu finden. Da ein integratives Planen nur in Kooperation mit anderen in Österreich flächig tätigen Organisationen sinnvoll umsetzbar ist, werden die ersten Schritte in diese Richtung - eine Kooperation zwischen Lebensministerium und Telekom Austria AG - dargestellt.Den Abschluss des Vortrages bilden die Darstellung der Einsatzmöglichkeit der Kooperation in der Risikokommunikation und das Aufzeigen möglicher weiterer Entwicklungsschritte.

Hazard-zone mapping and land use planning - real or unreal?

-

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Gstir Nikolaus
Telekom Austria AG, EID - Zentrale Dienste Risk Management
Lassallestraße 9
1020 Wien
Ing. Gwercher Anton
Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Mittleres Inntal
Liebeneggstraße 11
6020 Innsbruck