Studienreise 2010 - Risiko im Bereich Schutz vor Naturgefahren, div. Beiträge
Study trip 2010 - Risk in the field of natural hazards, Contributions on several themes

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Heft 167, August 2011, 75. Jahrgang

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Czerny Helmut

Das Sicherheitskonzept für Talsperren im Kontext der Staubeckenkommission

Absperrbauwerke von Stauanlagen begrenzen einen definierten Speicherraum, von dem ein bestimmtes Gefährdungspotenzial ausgeht. Aufgrund der unterschiedlichen Interessen in Verbindung mit solchen Anlagen, hat ein durchgängiges, schlüssiges Sicherheitskonzept im Sinne der Risikominimierung (öffentliche Sicherheit) oberste Priorität. Die Notwendigkeit dafür lässt sich aus immer wiederkehrenden Zwischenfällen und Unfällen - auch in der jüngsten Vergangenheit - ableiten. Der rechtliche Rahmen betreffend die Talsperrensicherheit wird durch das Wasserrechtsgesetz 1959 i.d.g.F. (WRG) vorgegeben, der in technischer Hinsicht durch die Beschlüsse und Richtlinien der Staubeckenkommission und weitere Regelungen ergänzt wird. Das Sicherheitskonzept im wasserrechtlichen Behördenverfahren umschließt die „Lebensabschnitte“ einer Anlage, beginnend mit dem Entwurf und der Planung, über Errichtung, Betrieb und Unterhalt/Erneuerung, bzw. der Wiederverleihung von Wasserrechten bis hin zum Erlöschen des Wasserrechtes. Im Sinne der Gesamtsicherheit einer Anlage werden drei wesentliche Säulen unterschieden: 1. die konstruktive Sicherheit (Planung und Umsetzung), 2. eine umfassende Überwachung (Eigen- und Fremdüberwachung) und 3. die vorausschauende Planung für Notfälle (Störfallszenarien und Alarmplan). Der Erfolg eines Konzeptes liegt allerdings in dessen erfolgreicher Umsetzung. Eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherheit von Talsperren liegt, alle technischen und sicherheitstechnischen Belange betreffend, im Fach- und Spezialwissen erfahrener Experten, das es bestmöglich und verantwortungsvoll zu erhalten gilt.

The safety concept for large dams by the Austrian Dam Commission

Dams in the context of barrages are limited to a defined storage, which poses a defined danger potential. Based on the differences of interests related to those constructions, a consistent and convincing concept takes first priority (public safety) in terms of minimizing risk. The necessity therefore is derivable from recurring incidents and accidents also over the recent past. The legal framework concerning dam safety is stated by the Austrian Water Law 1959, technically supported by resolutions and guidelines of the Austrian Dam Commission and others. The Safety Concept in the water law proceedings covers “the stages of life” of a barrage, starting from concept and design via construction and operation, maintenance and renewal, extension of water rights through to the termination of water rights. In terms of comprehensive safety, three substantial pillars have to be distinguished: 1) constructive safety (design and implementation), 2) a widespread supervision (internal and external) and 3) long term emergency strategy (failure scenarios and emergency preparedness plan). The success of a concept depends on the successful realization. One fundamental requirement of dam safety, concerning technical and safety aspects, lies in knowledge and special know-how of experienced experts, which should be maintained best possible and responsible-minded.

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MR DI Czerny Helmut
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Abteilung VII 4 – Technische Belange der Wasserwirtschaft
Marxergasse 2
1030 Wien