Beiträge zu verschiedenen Themenbereichen, Winterstudienreise 2008, Fachtagung Forsttechnische Kompetenz in Österreichs Schutzwäldern
Contributions on several themes, Winter study trip 2008, Conference on forest-technical competence in Austrians protection forests

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Heft 160, Jänner 2007, 73. Jahrgang

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Heumader Jörg

Die Rolle des Waldes zum Schutz vor Naturgefahren

Der Wald ist zwar nicht der beste Wildbach- und Lawinenschutz, es ist aber unbestritten, dass der Wald im Hinblick auf Abflussverzögerung, Bodenfestigung, Rutschungsvorbeugung, Steinschlagbremse, Lawinenvorbeugung etc. in der Regel die beste Vegetationsform ist. Je nach Gefahrenart, örtlicher Situation und Waldzustand vermag der Wald einen Beitrag zum Schutz vor Naturgefahren zu leisten, welcher jedoch eindeutige Grenzen hat. Eine gefahrenorientierte Bewirtschaftung bestehender so wie die Anlage neuer Objektschutzwälder durch Aufforstung ist daher als Ergänzung zu technischen Verbauungsmaßnahmen und zur passiven Schadens- und Gefahrenvermeidung durch Gefahrenzonenplanung und Gutachtertätigkeit eine der drei Komponenten des modernen Wildbach- , Erosions- und Lawinenschutzes. Bei der Kombination technischer und forstlicher Schutzmaßnahmen sollte als Grundsatz gelten: „Nur so viel technischer Schutz wie unbedingt notwendig, aber so viel flächenhafte Verbesserung im Einzugsgebiet wie sinnvoll möglich“.

 

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DI Heumader Jörg
ehem. Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Oberes Inntal
Lehngasse 73
6460 Imst