Lawinenwinter 1999 - Erfahrungen und Konsequenzen in den Alpen, Tagung - 18.-20.06.2009, Galtür
Avalanche Winter 1999 – Experiences and Consequences in the Alps, Conference - June 18-20, 2009, Galtür, Austria

Uploaded Picture
Heft 162, Juni 2009, 73. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Obex Anton , Staffler Hanspeter

Entwicklung des Katastrophenmanagements in Südtirol

Bereits vor über 100 Jahren wurde im damaligen Tirol in bescheidener Art und Weise Katastrophenmanagement betrieben. Die k.k. Wildbach- und Lawinenverbauung errichtete die ersten Schutzbauten und führte Aufforstungen durch, um Muren und Erosionsprozesse einzudämmen. Zur Bekämpfung der Brandkatastrophen formierten sich Feuerwehren, welche schnell und mit einfachem Spezialgerät an der Brandstelle waren. Beide Bereiche wurden im 20. Jahrhundert intensiv weiterentwickelt, sodass wir heutzutage bestens organisierte Feuerwehren und eine herausragende Kompetenz im Bereich der Wildbach- und Lawinenverbauung haben. Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erlangte die Risiko-Vorbeugung immer mehr an Bedeutung. was sich in der Entwicklung der Gefahrenzonenplanung niederschlug. Nun wird aber ein neues Kapitel aufgeschlagen: Moderne Technologien machen es möglich, einen – wenn auch unklaren – Blick in die nahe Zukunft zu werfen. Vorhersage- und Frühwarnsysteme sind die Herausforderung unserer Tage und ein wichtiger Baustein des integralen Risikomanagements.

Development of risk management in South Tyrol

In Tyrol, catastrophes have been managed more or less systematically for more than 100 years. The torrent and avalanche control services founded during the Habsburg monarchy constructed the first relevant prevention measures and initiated reforestation activities for the prevention of torrential processes and erosion. The first fire brigades were founded for fighting fire catastrophes. They quickly specialised their equipment and approaches. During the 20th century, both institutions continuously upgraded their competencies. In the last decades of the 20th century, the main focus was laid on prevention measures, e.g. hazard mapping. Today, we can use these broad fields of experiences for confronting catastrophes, but the emerging sensor technologies and the increased capacities for knowledge and information processing also allow us to monitor and forecast potential hazards in a short-term perspective. The challenges of today are the optimization of the early warning systems and the use of information systems in civil protection and risk management.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Obex Anton
Abteilung Brand- und Zivilschutz
Drususallee 116
Bozen
Dr.DI Staffler Hanspeter
ALandesabteilung Brand- und Zivilschutz / Autonome Provinz Bozen-Südtirol
Drususallee 116
39100 Bozen