Innovationen

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Heft 149, Jänner 2004, 68. Jahrgang

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Erfassung und Beurteilung des Naturgefahren- und Nutzungspotenzials und deren Wechselwirkungen in Wildbacheinzugsgebieten für das Raummanagement in den Alpen auf regionaler Ebene

Das EU-Projekt EGAR (Einzugsgebiete in alpinen Regionen) hatte das Ziel, eine nachvollziehbare Methode zur Beurteilung des Gefahrenpotenzials in alpinen Einzugsgebieten anhand von Schlüsselparametern zu erarbeiten. Damit sollte die Möglichkeit geschaffen werden, auf regionaler Ebene Gefahrengebiete herauszufiltern und Konflikt- potenziale mit Raumnutzungen darzustellen. Die Methode, die im transnationalen Kontext in zwei alpinen Testgebieten zwischen 1998 und 2001 entwickelt wurde, sieht mehrere Erhebungs- und Bewertungsschritte vor: auf der Grundlage von Luftbildern, vorhandenen Unterlagen und stichprobenartigen Geländebegehungen werden zunächst in den Einzugsgebieten die Abtragsprozesse flächenhaft erhoben. Zusätzlich wird ihr jeweiliger Aktualitäts- und Intensitätsgrad bewertet. Durch die Erhebung der Standortsverhältnisse kann des Weiteren der Einfluss der Nutzung auf die Prozesse evaluiert werden. Damit und über die Bewertung des flächenspezifischen Abflussverhaltens auf der Grundlage der Standorteinheiten können generelle Aussagen zur Abtrags- und Abflussbereitschaft in den jeweiligen Einzugsgebieten abgeleitet werden. Als Ergebnis liegen mehrere thematische Karten sowie Hinweiskarten zu möglichen Wildbachprozessen vor. Durch die Zusammenführung und Überlagerung der Teilergebnisse mit Hilfe eines GIS lassen sich direkte Gefahrenhinweise, Konfliktbereiche mit Nutzungen sowie Prioritäten für Detailuntersuchungen und Schutzmaßnahmen ableiten. Seit 2002 werden im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz die Wildbachgebiete der bayerischen Alpen auf 64 Kartenblättern im Maßstab 1:25 000 in drei Prioritätsstufen mit der im Projekt EGAR entwickelten Methode bearbeitet.

Comprehension and estimation of the natural hazard-potential and land use-potential and their mutual effects in torrent catchment areas for regional land use management in the Alps

The aim of the EU-project EGAR (catchment areas in alpine regions) was to develope a method for the estimation of natural hazards by key-parameters. In that way it should be possible to deduce endangered zones and conflict-potentials with land use. The method, which was developed between 1998 und 2001 in two alpine test areas by transnational cooperation consider several steps of analysis: at first the different types of landslides and erosion are mapped by interpreting arial photographs, available investigations and surveys. Their actual state of activity and rate of intensity respectively to torrential processes are estimated additionally.By mapping the site-units the effect of land use on the processes can be evaluated. In order to that and by estimating the site-specific surface runoff statements to possible floods, landslides and erosion can be made generally for the catchment areas. As a result several thematic maps and hazard-index maps are generated. Due to combining and overlieing the partial results in a GIS, hazard indications, conflict-zones with land use and priorities for detail-investigations and measurements can deduced. In Bavaria the method EGAR is realized since autumn 2002 by order of the Bavarian State Ministery of environment, health and consumer-protection. Sixtyfour maps in a scale of 1:25 000 will be generated in three steps of priority.

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