Sektion Kärnten
Regional management Carinthia

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Heft 164, April 2010, 74. Jahrgang

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Ferlan Erwin , Tributsch Werner

Erosionsschutz im alpinen Gelände am Beispiel Kaponigbach (Marktgemeinde Obervellach)

Im Einzugsgebiet des Kaponigbaches werden seit 1870 Schutzmaßnahmen ausgeführt. Die ersten Verbauungen wurden von den Bewohnern von Obervellach selbst errichtet. Mit den bisherigen Schutzkonzepten wurden v. a. die labilen Seitengräben des Oberlaufes konsolidiert. Hunderte Querwerke in extrem steilem Gelände oberhalb der Waldgrenze sollen die Tiefen- und Seitenerosion der z. T. runsenartigen Gerinnesysteme verhindern bzw. größtmöglich hintanhalten. Dieser Verbauungsgrundgedanke lag auch dem Verbauungsprojekt aus dem Jahre 1999 zu Grunde. Das Projekt wurde mittlerweile großteils umgesetzt und steht kurz vor der Fertigstellung. Als Baustoff wurde Beton gewählt und die Querwerke in schwierigen Bereichen oberhalb von 2100 m Seehöhe wurden als Drahtschotterkörbe, sog. Gabionen, ausgeführt. Diese Variante ist kostengünstig und fügt sich gut in das Landschaftsbild der Nationalparkgemeinde ein. Bei den heurigen Starkregenabflüssen haben diese Maßnahmen ihre Funktion unter Beweis gestellt. Die Windwurfkatastrophe vom Jänner 2008 lässt jedoch eine Erhöhung der Verklausungsgefahr durch nicht räumbares Wild- und Schadholz erkennen. Aus diesem Grunde ist die Gebietsbauleitung gefordert, im Rahmen der Projektevaluierung eine Projektergänzung/-erweiterung durchzuführen. Diese beinhaltet die Vorbereitung für eine dem Stand der Technik entsprechende mögliche Errichtung einer Geschieberetentionssperre samt Wildholzfilter oberhalb des Grabenausganges.

Erosion control in Alpine terrain based on the example of the Kaponig torrent (Community of Obervellach)

Control measures have been taken in the watershed of the Kaponig torrent since 1870. The first technical constructions were built by the residents of Obervellach themselves. The previous protection designs mainly consolidated the unstable secondary ditch for the upper course. Hundreds of transverse structures were placed in extremely steep terrain above the forest line to prevent, or check as much as possible, the degradation and lateral erosion of the channel system that is partially a gulley-type system. The idea behind these technical constructions was also the basis for the technical construction project in 1999. In the meantime, the project has been implemented to a great degree and is shortly before completion. Concrete was selected as the construction material and the transverse structures have been placed in difficult areas over 2100 meters as wire mesh cages, also called gabions. This variant is cost-effective and fits well in the landscape of the national park area. This year's heavy rain drainage put these measures and their functionality to the test. The wind blast disaster of January 2008 however demonstrates the increased danger of debris jams from irremovable woody debris and damaged timber. For this reason, the district site supervision must supplement/expand the project in the scope of the project evaluation. This includes the preparation for an up-to-date possible construction of a sediment retention dam including a debris filter above the ditch outlet.

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DI Ferlan Erwin
WLV Kärnten NW
Meiser Friedrich Strasse 2
9500 Villach
Ing. Tributsch Werner
FTD f. Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Kärnten, Gbl Oberes Drautal und Mölltal
Meister Friedrich-Str. 2
9500 Villach