30 Jahre Gefahrenzonenplan

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Heft 152, Jänner 2005, 69. Jahrgang

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Kienholz Hans

GEFAHRENZONENPLANUNG IM ALPENRAUM - ANSPRÜCHE UND GRENZEN

Vor dem Hintergrund vielfältiger Erfahrungen und gelegentlicher Kontroversen werden punktuell und eher skizzenhaft Ansprüche und Grenzen von Gefahrenkarten und deren Umsetzung diskutiert. Die aufgeworfenen Aspekte, Fragen und Probleme betreffen unter anderem die Einordnung von Gefahrenkarten und Gefahrenzonenplänen in ein umfassendes Risiko-Management. Primär geht es nach wie vor darum, Gebäudestandorte nur dort festzulegen, wo keine oder nur geringe Gefahren drohen. Gefahrenkarten können auch Entscheidungen betreffend präventive Maßnahmen und die Vorsorge für den Ereignisfall unterstützen. Dagegen sind sie angesichts der verwendeten Intensitäts- und Wahrscheinlichkeitskriterien weniger geeignet für Gefahren- und Risikoüberlegungen zu Verkehrswegen. Die Berücksichtigung von Hinweisen auf die Gefahrenreduktion durch forstliche oder bauliche Maßnahmen wird befürwortet und begründet. Großes Gewicht wird auf Fragen der methodischen Unsicherheiten, der Ermessenspielräume in der Gefahrenbeurteilung und deren Kommunikation gegenüber den Adressaten gelegt.

Hazard Zoning in the Alpine Countries - Demands and Limits

Demands and limitations of hazard maps and their implementation are discussed in a selective and roughly sketched manner with respect to experience and occasional controversies in practice. The risen aspects, questions and problems consider amongst others the contribution of hazard maps and hazard zoning to the framework of integral risk management. Their primary purpose is still to support the selection of safe sites for construction, as buildings are considered as important protective cover for humans. Hazard maps may also support decisions concerning preventive measures against natural hazards and mitigation measures to manage disastrous events. By application of the given criteria for intensity and probability of hazards they are however not suitable for hazard and risk evaluation for traffic routes. The given criteria for intensity and probability of hazards are however not suitable for hazard and risk evaluation for traffic routes. The consideration of silvicultural and constructive protective measures gets supported and reasons for it are discussed. Emphasis is given on the issues of methodical uncertainties and the resulting ranges of results from hazard assessment as well as on the honest communication of this problem towards the addressees of hazard zoning.

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Prof. Dr. Kienholz Hans
Geogr. Institut der Universität Bern
Hallerstraße 12
Bern