Gefahrendarstellungen für Massenbewegungen
Hazard Mapping for Mass Movements

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Heft 166, Jänner 2011, 74. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Bäk Richard , Mayer Karl , Posch-Trözmüller Gerlinde , Raetzo Hugo , von Poschinger Andreas

Geologische Gefahrenkartierung: Methoden, Standards und Verfahren (derzeitiger Status) – ein Überblick

Die geologische Gefahrenkartierung ist in Europa trotz unterschiedlicher Methoden eine anerkannte Notwendigkeit für die Prävention. Die wissenschaftliche Charakterisierung der Massenbewegungen basiert oft auf ähnlichen Methoden und ist deshalb eher vergleichbar. Hingegen ist die Umsetzung in die Raumplanung und in das Risikomanagement auf europäischer Ebene sehr unterschiedlich. Der Grund liegt primär in unterschiedlichen Gesetzen, Verordnungen und Verantwortlichkeiten, bzw. in sozio-ökonomischen Eigenheiten der Länder. Während in Italien und in der Schweiz technische Richtlinien bzw. gesetzliche Regelungen zur Erstellung von Gefahrenkarten bestehen, gibt es in Österreich nur für Hochwasser bzw. Lawinen Regelungen zur Ausweisung von Gefahrenzonen. In Deutschland wurde eine Empfehlung für die Erstellung von Gefahrenhinweiskarten publiziert. Aufgrund fehlender Regelungen in den alpinen Staaten Europas werden Ereigniskarten, Indexkarten, Gefahrenhinweiskarten und Gefahrenkarten als Grundlagen für die Gefahrenbeurteilung in verschiedenen Maßstäben mit unterschiedlichem Inhalt erarbeitet. Dies und unterschiedliche Definitionen erschweren den Vergleich. Ein multilinguales Glossar, die Einrichtung von Ereigniskatastern bei der Verwaltung und die Festlegung von Mindestanforderungen zur Erstellung von Grundlagen und Gefahrenkarten (Anforderungen hinsichtlich Eingangsdaten und Zweck) sollten daher ein primäres Ziel sein. Im Projekt AdaptAlp (Interreg IV B, Alpine Space) arbeiten die Alpenländer an gemeinsamen Grundsätzen.

Mapping of Geological Hazards: Methods, Standards and Procedures (State of Development) - Overview

In spite of different methods used, geological hazard mapping is accepted as a tool for hazard prevention in Europe. Scientific characterization of mass movements is based on similar methods with mostly comparable results. However, the implementation in spatial planning and risk management differs considerably due to different regional legal acts, ordinances, responsibilities and pecularities. Whereas in Italy and Switzerland there are technical guidelines and legal acts regarding landslides and rock fall, in Austria only hazard mapping concerning floods and avalanches is regulated. In Germany a recommendation on how to create a susceptibility map was published. Because of a lack of regulations in European Alpine states’ inventory maps, susceptibility and hazard maps are created in different scales with different contents and quality. This, as well as different defintions of terms such as susceptibility, danger and hazard, makes comparison of hazard assessment products difficult. Consequently a multilingual glossary, landslide inventories at regional authorities and minimal requirements as to how to create hazard maps (requirements concerning input data and purpose of assessment) are necessary. In the AdaptAlp project (Interreg IV B, Alpine Space) the Alpine regions elaborate the common principles.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Dr. Bäk Richard
Amt d. Ktn LR, Abt 15 Umwelt, Unterabt. Geologie und Bodenschutz
Flatschacher Straße 70
9020 Klagenfurt
Dipl. Geolog. Mayer Karl
Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 61 Hochwasserschutz, alpine Naturgefahren
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg
Posch-Trözmüller Gerlinde
Geologische Bundesanstalt, Fachabt. Rohstoffgeologie
Neulinggasse 38
1030 Wien
Dr. Raetzo Hugo
Bundesamt für Umwelt BAFU - Abt. Naturgefahrenprävention
3003 Bern, SUI
von Poschinger Andreas
Bavarian Environment Agency (LfU)
Lazarettstraße 67
80636 Munich