Gefahren am Hang - Schutz vor Massenbewegungen
Protection against mass movements

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Heft 175, Juli 2015, 79. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Bäk Richard , Lang Erich , Lotter Michael , Stary Ulrike

Gravitative Massenbewegungen in Kärnten – Ereignisdokumentation als Grundlage für die Gefahrenbeurteilung

Die Bedrohung des alpinen Lebensraumes durch Rutschungen und Steinschläge erfordert

Werkzeuge zur Prognose gefahrensensibler Bereiche und Beurteilung des Gefahrenpotenziales.

Eine wesentliche Grundlage für die Ausweisung gefahrensensibler Bereich bilden Ereignisdokumentation,

Prozesshinweiskarten und Gefahrenhinweiskarten. Zu diesem Zweck wurde

ein Ereigniskataster installiert, in dem die bekannten Ereignisse seit etwa 1960 nach den 5

W-Fragen erfasst werden (etwa 1820 Ereignisse). Dabei werden die Ereignisse Prozess-bezogen

(stürzende, rutschende, fließende) und abgestuft nach Größe (Fläche, Volumen) lagebezogen

erfasst. Diese Ereignisdokumentation erlaubt in Verbindung mit Prozesshinweiskarten

und Gefahrenhinweiskarten eine erste Abschätzung des Gefahrenpotenziales. In dem Beitrag

wird eine Übersicht über die erfassten Ereignisse, eine Aussage über räumliche Verteilung und

Häufigkeit von Prozesstypen gegeben.

Gravitational mass movements in Carinthia – documentation of occurrences as a base of hazard assessment

Landslides and rock fall threaten the living space of alpine areas. Predictions of areas prone to

landslide and rock fall as well as the hazard assessment require suitable tools like documentation

of events, process indication maps and landslide susceptibility maps. For this reason a database

to register the known occurrences since 1960 was developed. The database contains at the

time of writing 1820 events differentiated in process types (rock fall, landslide and earth/

debris flow) and dimension (area, volume estimated). By means of the documentation of

occurrences, the process indication maps and landslide susceptibility maps it is possible to

estimate the general hazard potential in the susceptibility areas. An overview of documented

events and a conclusion for spatial distribution and frequency will be given in the article.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Dr. Bäk Richard
Amt d. Ktn LR, Abt 15 Umwelt, Unterabt. Geologie und Bodenschutz
Flatschacher Straße 70
9020 Klagenfurt
DI Lang Erich
Forstliche Bundesversuchsanstalt, Institut für Lawinen- und Wildbachforschung
Hauptstraße 7
1140 Wien
Dr. Lotter Michael
Geologische Bundesanstalt; Abt. Ingenieurgeologie
Neulinggasse 38
1030 Wien
DI Stary Ulrike
Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW), Institut für Naturgefahren, Abt. Wildbach und Erosion
Seckendorff-Gudentweg 8
1131 Wien