Studienreise 2010 - Risiko im Bereich Schutz vor Naturgefahren, div. Beiträge
Study trip 2010 - Risk in the field of natural hazards, Contributions on several themes

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Heft 167, August 2011, 75. Jahrgang

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Hangwasserableitung mittels Holzkännel

Aus der Sicht der Verfasserin stellt diese Bauweise eine Möglichkeit für eine effektive Wasserableitung dar. Die Baukosten liegen bei ca. 90 €/lfm und sind für die besonders schwierigen Geländeverhältnisse angemessen. Die erforderlichen Grabarbeiten konnten mit einem Sechs-tonnen-Bagger ausgeführt werden, die Bachbaufolie und die Hölzer wurden mit einem Aebi-Transporter transportiert. Die Steine zur Sohlsicherung waren vor Ort vorhanden. Sie wurden zum einen Teil beim Aushub gewonnen, zum anderen Teil in der Umgebung gesammelt, was einen nicht unerheblichen Aufwand darstellte. Daraus ergab sich jedoch (als Zusatznutzen) eine Weideverbesserung. Die Errichtung des Kännel erfolgte hauptsächlich händisch. Zur besseren Handhabung wurde die Folie vor dem Transport schon in kleinere Teilstücke gesägt (aus 6 m Gesamtbreite wurden 3 jeweils 2 m breite Teile) und eher kürzere Längen bei den Robinienhölzern gewählt. Für eine Verbauung in dieser Lage (1600 m ü. A.) und mit derart la-bilen geologischen Verhältnissen (mit Geländeverschiebungen ist zu rechnen) ist ein Holzkän-nel zur schadlosen Ableitung von Oberflächen- und Schmelzwässern bestens geeignet. Da das Projektgebiet als Alpfläche genutzt wird, ist es zudem äußerst vorteilhaft, dass das Vieh das Gerinne als solches erkennt und instinktiv meidet. Die Verletzungsgefahr ist nach 5-jährigem Erfahrungszeitraum sehr gering. Beim Gerinne besteht keinerlei Wartungsbedarf. Im Falle einer Vermurung durch eventuell stattfindende Hangrutsche kann es ohne großen Auf-wand geräumt werden. Die Haltbarkeit des Robinienholzes wird mit 50 Jahren angenommen, d.h. zur eventuellen Sanierung müssen lediglich die Hölzer erneuert werden.

Drainage system for steep slops with wooden channels

The author believes that the presented method offers an effective possibility for water draina-ge. The construction costs are app. €90 per linear meter and it is suitable even for difficult ter-rain. The necessary excavation work could be done with a six-ton digger, the construction foil and the wood were transported with an Aebi-transporter. The cobbles for bed consolidation were available on sit, or taken from the excavated material. The rest of the cobbles needed were collected in the surrounding area, which was a considerable effort but was an additional benefit for pasture farming. The construction of the canal was made by hand. For improved management, the foil was crushed into smaller pieces (from a total width of 6 m into pieces with 2 m width) and the length of the robinia timber was shortened. For a construction at this altitude (1600 m) and in such instable geological conditions (landslides) the wooden channel is siutable for water drainage. As the project area is used for pasture, it is also benefitial that the cattle avoid the channel instinctively. After five years of experience, the risk of injury for the cattle is rather small. There is no maintenance work necessary for the channel, but in case of a debris flow it can be vacated easily. The durability of the robinia timber is about 50 years. For any restoration work only the timber will need to be replaced.

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