125 Jahre Wildbach- und Lawinenverbauung
125 years Torrent and Avalanche Control

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Heft 163, Juni 2007, 73. Jahrgang

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Klimawandel und Naturgefahren – das EU-Projekt AdaptAlp

Der Klimawandel zeigt sich am deutlichsten in den Durchschnittswerten und hier wieder in der Temperaturveränderung. Da Extremereignisse meistens von sehr kurzzeitigen meteorologischen Erscheinungen ausgelöst werden und beim Niederschlag kleinräumliche Verhältnisse eine große Rolle spielen, ist das Wissen über die Auswirkung des Klimawandels auf die Naturgefahren (Hochwasser, Muren, Rutschungen etc.) mit sehr großen Unsicherheiten behaftet. Dieses Wissen muss daher unter Berücksichtigung des Klimawandels neu beurteilt werden. Intersektorale Risikoanalyse, Risikoprävention und Risikokommunikation kann nur erfolgreich sein, wenn es ein transnationales Verständnis für diese Themen gibt und die vorhandenen Risikomanagementmethoden in allen Teilbereichen des Risikokreislaufes optimiert werden. Im Projekt AdaptAlp soll diesem Anspruch u. a. durch eine Evaluierung und Vervollständigung des Wissens über Bemessungsereignisse und über Methoden zur Beurteilung und Darstellung der Gefährdungssituation, durch die Vereinheitlichung der verwendeten Terminologie, durch transnationale Ausbildungsmodule für Praktiker und durch die Zurverfügungstellung von Best-Practice-Beispielen gerecht werden. Ein ganz wesentliches Ziel ist es auch, den Dialog zwischen Experten, Politikern und lokalen Stakeholdern zu verstärken, um einen verbesserten Informationsaustausch und eine schnellere Reaktion auf die Veränderung des Klimas zu ermöglichen.

Climate change and natural hazards – The EU project AdaptAlp

Climate change is to a large extent demonstrated by mean values of temperature. As extreme events mostly depend on short-time precipitation and the regional distribution of the precipitation plays a major role, the effect of climate change on natural hazards (floods, debris flows, landslides, etc.) is largely unknown. This knowledge has to be reassessed under the consideration of climate change. Intersectoral risk assessment, risk prevention and risk communication can only be complied with a transnational understanding of these topics and by optimizing the existing risk management methods in all sub-domaines of the risk cycle. AdaptAlp is focused on the completion of the knowledge about design events and about methods for the evaluation and delineation of hazard zones. This will be achieved through harmonization of terminology, transnational education modules for practitioners and the allocation of best practice examples. A material objective is to enhance the dialogue between scientists, experts, policy maker & local stakeholders in order to improve information exchange and facilitate a quick reaction to climate change.

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