Stand der Technik - Innovationen in der Ingenieurpraxis
State of the Art - Innovations in Engineering Practice

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Heft 174, Dezember 2014, 78. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Gwercher Anton , Sauermoser Siegfried

Lawinenanbruchverbauung Breitlehner-Lawine: Erfahrungen mit Schneenetzen unter schwierigen Bedingungen

Die Lawinenverbauung an der Breitlehner-Lawine in der Gemeinde Telfs wurde im Jahre 2004

begonnen und konnte im Jahre 2013 abgeschlossen werden. Als Verbauungstype wurde eine

Anbruchverbauung mit Schneenetzen gewählt, welche sich nach Prüfung verschiedenster Varianten

und unter Berücksichtigung von zeitgemäßen Umweltstandards als die optimalste Verbauungsvariante

erwies. Da der Einsatz von Schneenetzen in Österreich unter solch schwierigen

Bedingungen nicht üblich ist und daher wenige Erfahrungen vorlagen, wurde im Zuge der

Projektgenehmigung eine umfangreiche Dokumentation und der Einsatz von verschiedenen

Netztypen zu Vergleichszwecken vereinbart. Ebenfalls wurde eine wissenschaftliche Begleitung,

welche eine Dokumentation von auftretenden Drücken messtechnisch erfassen sollte,

durchgeführt. Die Erfahrungen in der praktischen Umsetzung des Projektes zeigen deutlich,

dass der Einsatz von Netzen in schwierigem, stark kupiertem und steilem Gelände deutlich

schwieriger ist als der von starren Stützwerken. Die messtechnische Überwachung der auftretenden

Kräfte ergab eine gute Übereinstimmung mit den nach Häfeli (1954) zu erwartenden

Werten.

Avalanche Protection Site “Breitlehnerlawine”: Experiences with Snow Nets under Extreme Circumstances

From 2004 to 2013, avalanche protection was erected on the mountain Hohe Munde in the

community of Telfs in Tyrol. It was decided to use flexible supporting structures in the starting

area of the Breitlehner avalanche path. Because of a lack of experience in using snow nets

in such steep and structured landscape, an exact documentation of the work was agreed.

Also agreed was the scientific attendance of the project to find out maximum tensile forces

in different parts of the nets. The general experience shows much more difficulties by using

flexible supporting structures instead of rigid constructions in difficult slopes. The measurement

of tensile forces shows in general a good correlation with calculated values according to the

Häfeli (1954) method.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Ing. Gwercher Anton
Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Mittleres Inntal
Liebeneggstraße 11
6020 Innsbruck
DI Sauermoser Siegfried
Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Tirol
Wilhelm Greil Strasse 9
6020 Innsbruck