Feststofftransport und Sedimentmanagement
Sediment Transport and Management

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Heft 177, Juli 2016, 80. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

MOSER Markus , Mehlhorn Susanne , Kurz Daniel

Modellierung von Feststofftransportprozessen in der Praxis: Beispiel Alperschonbach

Fast jedes Hochwasser in alpinen Einzugsgebieten ist begleitet von einem Anteil an Feststoffen

und deren Berücksichtigung erfolgt meist gutachterlich durch Abschätzungen im Gelände oder

aus jahrelanger Erfahrung und Gebietskenntnis. Auswirkungen verschiedenster Ereigniskombinationen

werden meistens in einem Art „Expertenmodell“ subsummiert und darauf aufbauend

ein maßgeschneidertes Schutzkonzept entwickelt. Neuartige Methoden auf Basis numerischer

Modellierung von Feststoffen wie Sediment (Schwebstoff), Geschiebe- und Wildholztransport

kommen vermehrt zur Anwendung, die dafür notwendigen Eingangsdaten sind oftmals schwer

zu bestimmen. Am Alperschonbach wurden zum Beispiel Sohllagen über mehrere Jahre dokumentiert

und vermessen, verschiedene Orthofotos über mehrere Jahre zeigen die Entwicklung

von Schotterbänken in der Aufweitungsstrecke. Das gut dokumentierte Hochwasserereignis im

Jahr 2005 lieferte zudem Ablagerungshöhen und Informationen zum Ereignishergang.

Das vorliegende Projekt beinhaltet die Grundlagenermittlung für die Abgrenzung der Gefahrenzonen

am Schwemmkegel. Dem Stand der Technik entsprechend, wurde zur Beurteilung

der Situation versucht, 1D- sowie 2D-Simulationsmodelle mit Feststofftransport einzusetzen

und verschiedenste Szenarien zu berechnen.

Numerical modelling of bedload transport processes for practical applications: Case Study Alperschonbach

In Alpine catchments flood events often go along with a certain amount of bedload and sediment

transport. These processes are taken into account mostly by expert’s opinion, assessment

in the field, experience and knowledge of the territory. The effects of the different potential scenarios

are combined in a so called “expert model” which serves as basis for the development

of an ideal integrated protection concept. Therefore new methods are often applied based on

numerical modelling of sediment, bedload and woody debris transport, whereas determining

the needed input data for such models is sometimes challenging.

In case of the Alperschonbach a lot of data were available. For example the differences of the

stream basement of the torrent is documented in terrestrial surveys over several years and also

the development of gravel banks over the last years could be analyzed by a series of aerial

surveys of the alluvial cone. There is also a well-documented flood event which gives information

about the course of the event, flood and deposition heights. This study serves to support

the delineation of hazard zones using an approach of combining different numerical bedload

transport simulations (1D and 2D) and calculating various scenarios according to the state of

the art.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
DI MOSER Markus
Fachbereich Wildbachprozesse; Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Lungau
Johann Löcker Str. 3
5580 Tamsweg
Dipl.-Geogr. Mehlhorn Susanne
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Abteilung III 5 – Wildbach- und Lawinenverbauung
Marxergasse 2
1030 Wien
Dipl.-Ing. Kurz Daniel
Forsttechnischer Dienst für Wildbach und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Außerfern
Buchenort 2a
6600 Lechaschau