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Heft 158, April 2008, 72. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Janu Stefan , MOSER Markus

"Numerische hydraulische Simulationsmodelle als Werkzeug zu gebräuchlichen Berechnungsmethoden für die Abgrenzung und Darstellung von Gefahrenzonen; Fallbeispiel Zederhausbach"

Numerische hydraulische Simulationsmodelle werden schon seit einigen Jahren erfolgreich im Bereich der Hochwasserdokumentation und -analyse eingesetzt. Mithilfe dieser Dokumentationen, bei denen je nach Ereignis Datengrundlagen, wie. z.B.: Niederschlags- und Abflussdaten und Anschlaglinien vorliegen, ist es möglich, die Modelle an diese Ereignisse zu kalibrieren und somit wertvolle Erkenntnisse über die Vor- und Nachteile bzw. deren Einsatzmöglichkeit zu gewinnen. Durch die Möglichkeit der Laserbefliegung ist es nun auch möglich, großflächige Geländemodelle mit der geforderten Genauigkeit verwenden zu können und als Grundlage für Simulationen einzusetzen. Im vorliegenden Projekt der Revision des Gefahrenzonenplans Zederhaus erfolgte der Einsatz einer numerischen hydraulischen Simulation als Ergänzung zu den gebräuchlichen Methoden (Historische Methode, Literatur- Recherche, Auswertung bisheriger Planungen und Gutachten), wobei gezielte Gewässerabschnitte und Überflutungsflächen betrachtet wurden. Diese von Experten ausgewählten Gerinneabschnitte liegen im Talboden des Zederhausbaches, mit Sohlneigungen zwischen 2 und 5 %. Aufgrund der Geländeerhebungen und nach Auswertung der vorhandenen Datengrundlagen mit Berücksichtigung von historischen Ereignissen ergaben sich grundsätzlich zwei Fragestellungen: Die Auswirkungen von Verklausungen der Brücken und die Wirkungsweise von Überflutungsflächen infolge Fließretention auf die Gesamtabflussganglinie des Hauptbaches. Durch die zweidimensionale Berechnung konnten die Wechselwirkungen der unterstellten Prozesse und verschiedene Abflussszenarien berücksichtigt und analysiert werden. Die Ergebnisse dienen einerseits unterstützend für die Abgrenzung und Darstellung von Gefahrenzonen und Vorbehaltsflächen für Fließretention und andererseits als Dokumentationsmaterial für die Öffentlichkeitsarbeit durch transparente Darstellungsmöglichkeit der Ergebnisse.

"Numerical hydraulic simulation models as a tool for common calculation methods for the delimitation of hazard zones; case example Zederhausbach"

Numerical hydraulic simulation models are used successfully in the range of flood documentation and event analysis. Withnthis documentation, with the help of event data sets (precipitation, discharge data, water marks,...) it is possible to calibrate the models provided and to gain useful knowledge over the pro and cons and their application. In addition to that, with laser scan data sets, wide land models with high resolution can be built and used as a basis for numerical hydraulic simulations. For the project “Delimitation of hazard zones at the torrent Zederhausbach/Salzburg” two-dimensional hydraulic simulation models took place in addition to the common planning methods (historical method, literature search, evaluation of past planning and appraisals). Different scenarios and torrent sections were calculated, varying the input hydrograph, flooding process and blockage of bridges. The selected sections lie in the vally bottom of the municipality of Zederhaus with a slope angle between two and five percent. After evaluation of existing data sets with the help of historical event data in principle, two questions for the simulation resulted: the effect of blockage of existing bridges for the overland flow and the retardation of flow due to the storage effect of overland flow for the main stream Zederhausbach. By means of the two-dimensional numerical simulation the reciprocal effects of the subordinated processes and different discharge scenarios were considered and analyzed. The results were used, on the one hand, as a support instrument for the delineation of hazard zones and, on the other hand, as documentation material for the public work.

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DI Janu Stefan
"Fachbereich Wildbachprozesse; WLV Steiermark Nord"
Schönaustraße 50
8940 Liezen
DI MOSER Markus
Fachbereich Wildbachprozesse; Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Lungau
Johann Löcker Str. 3
5580 Tamsweg