Gefahrendarstellungen für Massenbewegungen
Hazard Mapping for Mass Movements

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Heft 166, Jänner 2011, 74. Jahrgang

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Norer Roland

Rechtlicher Rahmen für Analyse und Kartierung geologischer Gefahren auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene

Rechtliche Vorgaben betreffend Analyse und Kartierung geologischer Gefahren sind sowohl auf internationaler als auch europäischer Ebene selten. Bestimmte Protokolle zur Alpenkonvention sehen Kartierungspflichten für geologische Risiken vor, ohne allerdings materielle Vorgaben zu treffen. Im Europarecht finden sich solche Regeln lediglich in Entwürfen wie bei den prioritären Gebieten im Vorschlag einer EU-Bodenrahmenrichtlinie oder sie werden wie im Gemeinschaftskonzept zur Verhütung von Naturkatastrophen erst in Aussicht gestellt. Auf nationaler Ebene bestehen in der Regel Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit präventiven Planungen bei Naturgefahren, wenngleich das allgemeine Problem des Nebeneinanders von mehreren gebietsbezogenen Festlegungen besteht. Als zentrale Vorschriften gelten die flächenhaften Gefahrendarstellungen im Forstrecht. Das vorgefundene Material reicht jedenfalls nicht aus, um einheitliche Standards und Vorgaben für Analyse und Kartierung ableiten zu können.

Legal Framework for Assessment and Mapping of Geological Hazards on the International, European and National Levels

Legal standards for the assessment and mapping of geological hazards are rather scarce at the international and European level. Certain protocols to the Alpine Convention provide for the obligation to map geological hazards, but they fail to adopt substantive standards for it. At a European level, standards such as those for priority areas are only provided for in drafts such as the proposal for a Directive establishing a framework for the protection of soil or are mentioned in the Communication on the Community approach to prevent natural disasters. At a national level, there are legal provisions in connection with preventive planning on natural disasters, although the general problem on the coexistence of multiple area-related definitions persists. The extensive exposition of hazards in forestry law remains a central issue. The sources and materials encountered to this end are, however, not enough to derivate consistent standards and provisions for the assessment and mapping.

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Univ.-Prof. Dr. Norer Roland
University of Lucerne, School of Law
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