Sektion Oberösterreich
Regional management Upper Austria

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Heft 156, Oktober 2007, 71. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Henle Anton , Puchinger Franz

Regionalplanungen – ein Instrument zur Umsetzung

Trotz des hohen Naturgefahrenpotenzials und der Hochwasserexposition zahlreicher Siedlungsräume entlang des Flusses und seiner Zubringer nimmt vor allem die Siedlungsentwicklung wie auch die wirtschaftliche Entwicklung im rd. 640 km² großen Einzugsgebiet der Aist rapide zu. Nach den beiden Augusthochwässern des Jahres 2002 waren im Einzugsgebiet der Aist Schäden an privaten Einrichtungen in Höhe von rd. 0,5 Milliarden Euro entstanden. Die sofort nach diesen Ereignissen erstellte Regionalstudie stellt einen der ersten Anwendungsfälle dieses in den der neuen Technischen Richtlinie der Wildbach- und Lawinenverbauung (gemäß Wasserbautenförderungsgesetz) geregelten Planungsinstrumentes dar. Das übergeordnete Schutzziel der Regionalstudie Aist liegt in der Verringerung der Abflussspitzen im Hochwasserfall sowohl im Hauptfluss als auch in den Teileinzugsgebieten. Dies wird einerseits durch die konsequente Freihaltung und Ausnutzung noch natürlich vorhandener Retentionsräume, andererseits durch eine Vielzahl geeigneter Kleinmaßnahmen in den obersten, noch fast unbesiedelten Einzugsgebietsteilen erfolgen. Durch die kompetenzübergreifende Betrachtung von Hochwasserschutzmaßnahmen (Wildbach- und Lawinenverbauung + BWV) ist eine systematische Grundlage geschaffen, die nachhaltige Planungen von Schutzmaßnahmen enthält, die auch im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu begrüßen sind. Neben diesen vordringlichen schutzwasserbaulichen Zielsetzungen dient die Regionalstudie Aist auch als Koordinationsinstrument zur Harmonisierung verschiedener raumwirksamer Fachplanungen.

Risk Study – an instrument for implementation of sustainable protection

In spite of the high risk of natural hazards and flooding along the river, the commercial and settlement expansions in the 640km² catchment area of the river Aist are rapidly emerging. After the two floods in August 2002, the damage in the catchment area Aist arose to 0.5 billion Euro. Immediately after these events the risk study was initiated and was at that time one of the first applications of the new planning instrument regulated in the technical guidelines of the federal service. The superior protection goal of the risk study Aist lies in the decline of the peak of discharge in the main river stream along with its tributaries. Consistent conservation and utilisation of naturally existent retarding spaces on the one hand and a multitude of adequate measures in the almost unsettled upper catchment areas on the other will take place. Through considerations across the competences (Wildbach- und Lawinenverbauung and BWV), a methodical foundation has been created which enables planning of control measures in terms of the EU Water Framework Directive. Besides these urgent hydraulic engineering objectives, the risk study Aist is also conducive to the coordination of different regional departmental planning.

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DI Henle Anton
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1140 Wien
Dipl.-Ing. Puchinger Franz