125 Jahre Wildbach- und Lawinenverbauung
125 years Torrent and Avalanche Control

Uploaded Picture
Heft 163, Juni 2007, 73. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Fuchs Sven , Hübl Johannes , Keiler Margreth

Risikomanagement für alpine Naturgefahren

Der Umgang mit Naturgefahren hat in Österreich in Bezug auf die Gefahrenabwehr eine lange Tradition. Allerdings macht seit 2007 die EU-Hochwasserrichtlinie eine Auseinandersetzung mit naturgefahreninduzierten Risiken erforderlich. Parallel dazu steht der Alpenraum aufgrund des globalen Wandels vor neuen Herausforderungen, um die bestehenden Strategien im Umgang mit Naturgefahren der neuen Situation anzupassen und zu optimieren. Das Risikokonzept bietet für das Naturgefahrenmanagement auf Basis von Systemverständnis und Interaktionen eine geeignete Grundlage zu einer derartigen Strategie, vor allem, da es eine umfassende Quantifizierung der Gefährdung erlaubt. Ausgehend von der Gefahrenbeurteilung wird das exponierte Schadenpotenzial sowie die Verletzlichkeit ermittelt (Risikoanalyse). Die daran anschließende Bewertung des Risikos erlaubt die Prüfung, ob und in welchem Umfang ein Grenzwert überschritten wird und somit Maßnahmen gesetzt werden müssen. Risikomanagementstrategien helfen, Zielsetzungen, Handlungsbedarf und Maßnahmen zur Risikoregulierung zu steuern.

Risk management for mountain hazards

Austria has a long tradition in assessing natural hazards, above all with respect to hazard mitigation strategies. However, the EU Floods Directive requires the member states to focus on natural hazard risk, which involves the analysis of values at risk exposed and an appropriate risk management. Additionally, the current hazard mitigation strategies need such a turn in order to tailor existing management options to the processes of global change in mountain regions. The concept of risk establishes a basis for this chance mainly because this concept allows for a comprehensive quantification of hazards. Starting with hazard analysis, exposed values at risk will be assessed and the associated vulnerability will be quantified (risk analysis). A subsequent step will assess whether or not the resulting risk is in line with certain limits, and which measures have to be undertaken to reduce risk below a boundary threshold. Based on these assessments, management strategies can be developed to minimize natural hazard risk.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Priv.-Doz. Dr. Fuchs Sven
Universität für Bodenkultur Institut für Alpine Naturgefahren
Peter Jordan Straße 82
1180 Wien
DI Dr. Hübl Johannes
Universität für Bodenkultur, Institut für Alpine Naturgefahren und Forstliches Ingenieurwesen, Arbeitsbereich: Wildbach, Lawine, Steinschlag
Peter-Jordan-Straße 82
1190 Wien
Dr. Keiler Margreth
Universität Wien, Institut für Geographie und Regionalforschung
Universitätsstraße 7
1010 Wien