Sektion Kärnten
Regional management Carinthia

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Heft 164, April 2010, 74. Jahrgang

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Kulterer Kasimir

"Rückbaumaßnahmen an einem Wildbach im Rahmen eines EU-LIFE- Projektes; Einflüsse durch energiewirtschaftliche Nutzung"

Im Zuge des EU-LIFE-II-Projektes Obere Drau wurde die Geschiebestausperre am Feistritzbach in der Gemeinde Berg in einer ökologisch und schutztechnisch dem Stand der Technik angepassten Form neu errichtet. Der Neubau in kronenoffener Bauweise wurde notwendig, da die bestehende Sperre als nur mehr bedingt standsicher beurteilt wurde. Die Geschiebedosiersperre wurde im Vorfeld der vorhandenen Sperre errichtet, welche nun stufenweise abgetragen wird. Durch diese Maßnahme können die im Stauraum der Sperre lagernden Geschiebemengen wieder der Drau zugeführt werden und durch den nachhaltigen Geschiebeeintrag kommt es zu einer Verminderung der Sohleintiefungstendenz der Drau. Es wird dadurch neben dem ganzheitlichen Schutz des Fließgewässer-Ökosystems letztendlich eine Stabilisierung des Grundwasserspiegels im Drautal erreicht. Da auf die Geschiebestausperre ein Ausleitungsbauwerk (Tiroler Wehr) für ein Kraftwerk aufgesetzt war, musste ebenso in den Sperrenneubau ein Entnahmebauwerk integriert werden. Das geltende Wasserrecht ist auf eine Entnahmemenge von 1200l/s ohne Restwasserabgabe beschränkt, welche einer Nieder- bis Mittelwasserführung des Feistritzbaches entspricht. Ein Geschiebetransport ist somit nur bei Mittel- bis Hochwasserführung möglich. Eine Pflichtwasserdotation gemäß EU-WRRL wird bei Eintreten der Rechtsgültigkeit 2010 vorgeschrieben werden. Projektbegleitend erfolgt ein Monitoring mittels terrestrischem Laserscan, um ein Geschiebebilanzmodell zu erhalten, durch welches eine Geschiebedisposition vom Retentionsraum bis zum Eintrag in den Vorfluter Drau beobachtet und beurteilt werden kann.

"Renaturation measures on a torrent in the scope of an EU-LIFE project; Influences of energy-efficient use"

"The existing sediment control dam on Feistritzbach in Berg can no longer assure complete stability; therefore a new, state-of-the-art dam has to be built in an ecological manner. The protection measures are part of the “EU LIFE II Projekt Obere Drau” based on the resulting improvement for the whole ecological system in this area. The new control dam will be built in the front of the existing one and, after it is finished, the old one will be removed. So in the course of normal discharge, the sediment, which was retained by the dam, can pass through the new one and can access the Drau river. In times of peak discharge, the new control dam keeps back the bedload and the woody debris. The effect of the sediment flow into the Drau is the reduction of the sinking tendency of the riverbed and the stabilization of the ground water level in this river section. To observ"

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DI Kulterer Kasimir
FTD f. Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Kärnten, Gbl Oberes Drautal und Mölltal
Meister Friedrich-Str. 2
9500 Villach