Gefahrendarstellungen für Massenbewegungen
Hazard Mapping for Mass Movements

Uploaded Picture
Heft 166, Jänner 2011, 74. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Richard Didier

Standards und Methoden der Gefährdungsanalyse für schnelle Massenbewegungen in Frankreich

Gefahrenbeurteilungen sind für verschiedene Zwecke erforderlich und werden in Form von fachlichen Gutachten auf unterschiedlichen Ebenen anhand verschiedener Ansätze vorgenommen. Gefährdungsbeurteilung und Kartierungsmethoden sind zumindest für die Verwendung im Rahmen der Flächennutzungsplanung standardisiert: Der Plan für die Verhinderung von Naturgefahren (plan de prévention des risques naturels prévisibles, PPR) ist eines der wichtigsten Mittel der französischen nationalen Behörden für die Vermeidung natürlicher Gefahren und findet in der Flächennutzungsplanung Berücksichtigung. Im Rahmen dieses Verfahrens beschreiben allgemeine methodologische Richtlinien und andere, für die verschiedenen Arten von Gefahren spezifische Dokumente die Bedingungen und geben Aufschluss über die empfohlenen Methoden und Ansätze zum Erstellen des PPR. Eines dieser Dokumente befasst sich mit den durch Massenbewegungen verursachten Gefahren. In diesem Verfahren ist der Gefahrenzonenplan ein Zwischenschritt in der Erstellung des Risikoplans, d.h., die Vorgaben stammen vom PPR (gemeinsam mit den zugehörigen Bestimmungen). Für die Erstellung von Gefährdungsanalysen und die Gefahrenzonenplanung (Gefahrenkartierung) stehen – beruhend auf einem Bestand von Phänomenen und einer Analyse aktueller und vergangener Ereignisse – verschiedene Arten von Informationen und Datenbanken zur Verfügung. Gefährdungsanalysen müssen eine gegebene Gefahr in Bezug auf die Intensität und Häufigkeit des Auftretens beschreiben. Für Massenbewegungen sind spezifische Ansätze empfohlen, welche die spezifischen Merkmale dieser Erscheinungen berücksichtigen.

Standards and Methods of Hazard Assessment for Rapid Mass Movements in France

Hazard assessment is required for different purposes and is carried out through expertise assessments at different levels, using various approaches. Hazard assessment and mapping methods are standardized at least for their use in the frame of land-use planning in what is called the plan for the prevention of natural hazards (plan de prévention des risques naturels prévisibles, PPR). This is one of the main instruments used by the French national authorities for preventing natural hazards while taking them into account in land use development. Within this procedure, a general methodological guidelines document and other documents specific to the different types of hazards specify the conditions and clarify the method and approach proposed to draw up the PPR. One of these documents is dedicated to mass movement hazards. In this procedure, the hazard map is an intermediate step in elaborating the risk map, i.e. the regulations stemming from the PPR (together with the associated regulations). Various types of information available and databases can be used for hazard assessment and hazard mapping, based on an inventory of phenomena and a back-analysis of current and past events. Hazard assessment must characterize a given hazard in terms of intensity and frequency of occurrence. For mass movements, specific approaches are proposed, given the specific characteristics of these phenomena.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Richard Didier
Irstea
BP 76
38402 Saint-Martin-d'Heres Cedex