Gefahrendarstellungen für Massenbewegungen
Hazard Mapping for Mass Movements

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Heft 166, Jänner 2011, 74. Jahrgang

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Reeves et al. Helen J.

Standards und Methoden der Gefahrenbewertung von Massenbewegungen in Großbritannien

Aufgrund einer weniger extremen Topographie und der beschränkten tektonischen Aktivität des Landes unterscheiden sich Auftreten und Verlauf von Erdrutschen in Großbritannien von denen in vielen anderen Ländern der Welt, z.B. Italien und Frankreich. Glaziale Veränderungen der Landschaft während des Pleistozäns, denen schwierige periglaziale Bedingungen folgten, haben eine hohe Anzahl von vorzeitlichen oder relikten Bergstürzen verursacht. Die für höhere Entlastungszonen in Europa typischen Muren und Felsstürze treten zwar auf, doch ihre Wahrscheinlichkeit, Entwicklungs- und Bevölkerungszentren zu beschädigen, ist gering. Trotz des häufig geringen Ausmaßes von Erdrutschen in Großbritannien heben zahlreiche bekannte Ereignisse der letzten Jahre nach wie vor die Notwendigkeit hervor, anwendbare Informationen über Rutschungen zu erstellen. Vom British Geological Survey (BGS) wurde eine nationale Gefahrenhinweiskarte für Rutschungen entwickelt, anhand derer potentielle Bereiche von Instabilität aufgezeigt werden können. Die Erstellung der nationalen Gefahrenhinweiskarte (GeoSure) war auf der Grundlage umfangreicher Datenarchive möglich, die vom BGS zum Beispiel auf der Grundlage der National Landslide Database, der National Geotechnical Database und von digitalen geologischen Karten angelegt wurden. Diese Gefahrenhinweiskarte findet beispielsweise in der Versicherungsbranche Anwendung und wurde für eine Reihe extern finanzierter Projekte übernommen, die auf bestimmte Probleme abzielen.

Standards and Methods of Hazard Assessment for Mass Movements in Great Britain

With less extreme topography and limited tectonic activity, Great Britain experiences a different landslide regime than countries in many other parts of the world e.g. Italy and France. Glacial modification of the landscape during the Pleistocene, followed by severe periglacial conditions have led to the presence of high numbers of ancient or relict landslides. Debris flows and rock falls common to higher relief areas of Europe occur but are less likely to interfere with development and population centres. Despite the often subdued nature of landslides in Great Britain, numerous high profile events in recent years have highlighted the continued need to produce useable, applied landslide information. The British Geological Survey has developed a national landslide susceptibility map which can be used to highlight potential areas of instability. It has been possible to create the national susceptibility map (GeoSure) because of the existence of vast data archives collected by the survey such as the National Landslide Database, National Geotechnical Database and digital geological maps. This susceptibility map has been extensively used by the insurance industry and has also been adopted for a number of externally funded projects targeting specific problems.

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Dr. Reeves et al. Helen J.
British Geological Survey
Keyworth, Nottingham, UK