Gefahrendarstellungen für Massenbewegungen
Hazard Mapping for Mass Movements

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Heft 166, Jänner 2011, 74. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Mayer Karl , von Poschinger Andreas

Standards und Methoden zur Verminderung von geologischen Gefährdungen durch Massenbewegungen in Bayern

Informationen über geogene Gefährdungen (z.B. Steinschlag, Felsstürze, Rutschungen) sind als GEORISK-Daten über das Bodeninformationssystem Bayern (BIS-BY) im Internet oder Intranet abrufbar (www.bis.bayern.de). Dieses Informationssystem wird bereits von vielen Fachstellen genutzt. Neben den Landkreisen sowie vielen Kommunen sind die Behörden der Wasserwirtschaft, der Straßen- und Forstverwaltung sowie private Planer die Hauptnutzer. Im BIS-BY ist bisher allerdings nur das Herkunftsgebiet von Gefährdungen dargestellt, nicht der planungsrelevante Gefährdungsbereich. Dieser kann nur durch empirische oder numerische Simulationen und Modellierungen abgegrenzt werden. Die Gefahrenhinweiskarte gibt eine Übersicht über die Gefährdungssituation. Sie basiert sowohl auf Modellrechnungen als auch auf empirischen Untersuchungen und wird mit dem GEORISK-Ereigniskataster (BIS-BY) auf Plausibilität geprüft. Bezüglich der räumlichen Abgrenzung kann sie Ungenauigkeiten enthalten und die Gefährdung nicht in jedem Fall genau wiedergeben. Die Gefahrenhinweiskarte hält für große Gebiete flächendeckend fest, wo mit welchen Gefahren gerechnet werden muss. Daraus lassen sich mit geringem Aufwand mögliche Konfliktstellen zwischen Gefahr und Nutzung ableiten. Die Gefahrenhinweiskarten können einerseits in Flächennutzungspläne mit einfließen und dienen anderseits zur Prioritätensetzung beim Erarbeiten weitergehender Maßnahmen.

Standards and Methods of Hazard Assessment for Geological Dangers (Mass Movements) in Bavaria

Information about geological hazards in the Bavarian Alps (e.g. rock falls, landslides) is available in the Internet or intranet section Georisk of the Bodeninformationssystem Bayern (BIS-BY) (www.bis.bayern.de). This information system is already used by a number of departments such as district administrations, water and traffic management offices, forest management as well as private users. By now the BIS-BY only shows the sites of origin of geological hazards and not the whole endangered area, which would be relevant for land use planning. This area, the so called process area, can only be defined by empirical or numerical simulations and models. A hazard map gives an overview of the situation. It is based on model calculations and empirical analysis and can be verified by the Georisk-cadastre (BIS-BY). Concerning the spatial extent of the process areas, possible inaccuracies may impair an exact expression of the danger. The hazard map shows large areas where a special type of danger can be assumed. Therefore, will be easier to deduce possible conflicts between hazards and land use. Hazard maps can be included in the land development plan or can be used to assign priorities while taking measures.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Dipl. Geolog. Mayer Karl
Bayerisches Landesamt für Umwelt, Referat 61 Hochwasserschutz, alpine Naturgefahren
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg
von Poschinger Andreas
Bavarian Environment Agency (LfU)
Lazarettstraße 67
80636 Munich