Lawinenwinter 1999 - Erfahrungen und Konsequenzen in den Alpen, Tagung - 18.-20.06.2009, Galtür
Avalanche Winter 1999 – Experiences and Consequences in the Alps, Conference - June 18-20, 2009, Galtür, Austria

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Heft 162, Juni 2009, 73. Jahrgang

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Patek Maria

Vorwort

Das Gebirgsland Österreich verfügt mit 75% der Gesamtfläche über den höchsten Alpenanteil aller mitteleuropäischen Staaten. Alpine Naturgefahren stellen landesweit in vielen Regionen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Diesen Gefahren bestmöglich vorzubeugen ist die vorrangige Aufgabe des im Jahr 1884 gegründeten Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung (die.wildbach). Somit können wir im Jahr 2009 das 125-jährige Bestehen der Wildbach- und Lawinenverbauung feiern. Wir erinnern uns heuer aber auch des Lawinenunglücks, das vor zehn Jahren die Gemeinde Galtür heimgesucht und uns die Notwendigkeit unserer Arbeit auf grausame Weise bestätigt hat. Die extremen Ereignisse im Lawinenwinter 1999 haben einer breiten Öffentlichkeit die Risken alpiner Naturgefahren auf sehr dramatische Weise veranschaulicht. Sie haben aber auch dazu geführt, dass die staatlichen Stellen zum Schutz vor Naturgefahren – allen voran die.wildbach – ihre Bemühungen nochmals verstärkt haben, um selbst bei derart außergewöhnlichen Bedrohungsszenarien optimalen Schutz für Siedlungen und Verkehrswege zu bieten. Trotz dieser intensiven Bemühungen muss aber auch ganz klar festgehalten werden: Ein Restrisiko bleibt bestehen. In einem Gebirgsland wie Österreich wird und kann es einen 100-prozentigen Schutz vor Naturgefahren nicht geben. Die Tagung „Lawinenwinter 1999 – Erfahrungen und Konsequenzen in den Alpen“ ist eine gute und wichtige Gelegenheit, Vergleiche mit anderen Ländern zu ziehen, das eigene Wissen weiterzugeben und von den Erfahrungen der anderen zu lernen. Dieser internationale Wissensaustausch ist der Grundstein für eine innovative und nachhaltige Entwicklung des Naturgefahrenmanagements. Ich wünsche allen eine interessante und erfolgreiche Tagung. Maria Patek

 

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MR DI Patek Maria
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Abt. III/5
Marxergasse 2
1030