Lawinenwinter 1999 - Erfahrungen und Konsequenzen in den Alpen, Tagung - 18.-20.06.2009, Galtür
Avalanche Winter 1999 – Experiences and Consequences in the Alps, Conference - June 18-20, 2009, Galtür, Austria

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Heft 162, Juni 2009, 73. Jahrgang

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Cagnati Anselmo

Winter 1999: Die Ereignisse auf der italienischen Seite der Alpen

Die Ereignisse, die den Winter 1999 in Frankreich, in der Schweiz und in Österreich in trauriger Erinnerung behalten lassen, haben auf der italienischen Seite der Alpen in zwei bestimmten Gebieten andere Auswirkungen gehabt: ein Gebirgsstreifen direkt unter dem Alpenkamm, in dem – wenn auch nur als Folgeerscheinung – ausgeprägtes Schlechtwetter wie auf der Nordseite der Alpen geherrscht hat, mit beträchtlichen Schneefällen und Neuschnee von mehr als ein oder zwei Metern pro Ereignis, stellenweise in besonders exponierten Lagen auch bis drei und vier Metern, und häufig begleitet von heftigem Wind aus NW und ein breiterer Streifen, der die übrige Südseite der Alpen bis zu den Voralpen einschließt, wo die Niederschläge mit wenigen Ausnahmen unbedeutend waren und wo das Wetter in den Tälern tagelang durch Föhn, in Höhenlagen durch heftigen NW-Wind, bestimmt war. Die Schneelage im Winter 1999 war im Großteil des Territoriums generell bescheiden, außer im Streifen unterhalb der Grenzkämme, wo es reichlich Schnee gab und ab Ende Januar mit der außergewöhnlichen Schneelage vom Winter 2009 vergleichbar war. Die Lawinentätigkeit war in diesem Zeitraum in der Norm und hat mit Ausnahme der Lawine von Lavancher im Aostatal – welche die Ortschaft Dailey mit 6 Verschütteten und 1 Todesopfer getroffen und gewaltige Schäden an Häusern und Waldbestand verursacht hat – hauptsächlich die sportlichen Aktivitäten im Gebirge (Skilauf und Bergtouren) betroffen.

The events of winter 1999 on the Italian side of the Alps

The episodes that tragically marked the winter of 1999 in France, Switzerland and Austria, produced different effects in two distinct sectors on the Italian side of the Alps. The first sector is an area located right next to the Alpine ridge line, which was subjected, albeit as a repercussion, to the extremely bad weather seen on the northern side of the Alps. Here, abundant snowfalls of even more than 1 or 2 meters of fresh snow were recorded, with up to 3/4 meters being registered in more exposed areas. These were often associated with strong winds blowing from the NW. The second and larger area included the rest of the southern side of the Alps and stretched down to the pre-Alps. For the most part, the precipitations seen here were irrelevant, with a few exceptions. For several days, weather conditions in the area were marked by foehn winds in the valleys and strong north-westerly winds at an altitude. During the winter of 1999, the snowfall was generally modest on the vast majority of the territory, with the exception of the area near the border ridge, where it was abundant, and, as from the end of January, even comparable to the exceptional snowfall of the winter of 2009. Avalanche activity during this period was within average and primarily affected mountain sports (skiing and mountaineering) areas, with the sole exception of the avalanche of Lavancher in Valle d’Aosta, which hit the village of Dailey, with six people being swept away, one fatality, and significant damage to both homes and the forest area.

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Cagnati Anselmo
AINEVA
Vicolo dell'Adige
Trient