Schutzwald - Waldwirkung
Protection Forest - Forest Function

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Heft 180, Dezember 2017, 81. Jahrgang

Holen Sie sich einen Kleinen Einblick aus unserem Aktuellem Journal

Dorren Luuk , Moos Christine , Stoffel Markus , Trappmann Daniel

Wirkung des Waldes bei Steinschlag

Die wirksamste biologische Schutzmaßnahme gegen Steinschlag ist der Schutzwald. Dieser

kann stürzende Steine und Blöcke durch Aufprall gegen stehende und liegende Bäume bremsen

oder stoppen. Damit trägt der Wald in vielen Gebieten dazu bei, das durch Steinschlag verursachte

Risiko auf ein tragbares Maß zu senken. Die heutigen Kenntnisse bezüglich der Wirksamkeit

des Schutzwaldes zur Reduktion des Steinschlagrisikos zeigen, dass die Grundfläche,

die bewaldete Hanglänge, die Durchmesserverteilung der Baumstämme und die horizontale

Waldstruktur (z.B. Lücken in der Falllinie) die wichtigsten Parameter sind, um die Effektivität

des Waldes gegenüber Steinschlag zu beurteilen. Heutzutage sind wir in der Lage, mit Simulationsmodellen

zu berechnen, wie sich die Erreichens-Wahrscheinlichkeit und die Energie

der Sturzkörper am Schadenpotential durch Waldwirkung verändern. Die Wirkungsweisen von

Schutzwald können somit ähnlich zu denen von technischen Schutzmaßnahmen quantifiziert

werden.

The effect of forests on rockfall

The most effective biological protective measure against rockfall is the protection forest. It can

slow down or stop falling stones or blocks due to impacts on standing and lying trees. By doing

so, the forest contributes in reducing the risk posed by rockfall. Today's knowledge on rockfall protection forests shows that the basal area, the length of the forested slope, the diameter

distribution of the stems and the horizontal forest structure (e.g., large gaps in the direction of

the slope) are the most important parameters to evaluate the efficacy of a rockfall protection

forest. At present, we are able to use simulation models to calculate how the reach probability

and the energy of falling rocks at the elements at risk changes due to the effect of forests. The

mode of action of protection forests can therefore be quantified, similar to those of technical

protective measures.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
Prof. Dr. Dorren Luuk
Berner Fachhochschule Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften, HAFL, Abteilung Waldwissenschaften
Länggasse 85
CH-3052 Zollikofen
MSc. Moos Christine
BFH – Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL
Länggasse 85
3052 Zollikofen
Prof. Dr. Stoffel Markus
Institut für Umweltwissenschaften, Universität Genf
Boulevard Carl Vogt 66
1205 Genf
Dr. Trappmann Daniel
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 1
85354 Freising