Perspektiven der Wildbachverbauung
Perspectives of the Austrian Avalanche and Torrent Control

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Heft 178, Dezember 2016, 80. Jahrgang

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Sauermoser Siegfried , Steiner Hubert

WLV und BWV: Eine facettenreiche Partnerschaft

Wasser kennt keine Kompetenzgrenzen, aus einem Wildbach wird ein Wildfluss und schließlich

ein Fluss und letztlich ein Strom der in einen Ozean oder ein Meer entwässert. Wildbäche

werden entsprechend dem Forstgesetz 1975 von der bundesunmittelbaren Dienststelle Wildbach-

und Lawinenverbauung betreut, Talgewässer und Flüsse fallen hingegen in die Kompetenz

der Bundeswasserbauverwaltung, welche unter den generellen Vorgaben des Bundes

seit 1969 im Rahmen der Auftragsverwaltung von den Landeshauptleuten wahrgenommen

wird. Diese Trennung der Zuständigkeiten gibt es offiziell seit dem Jahre 1884, in dem sowohl

das “Gesetz zur unschädlichen Ableitung von Gebirgswässern“ (Wildbachverbauungsgesetz),

als auch das Reichsmeliorationsgesetz erlassen wurden. Der Forstmann sollte sich um die

Wildbäche kümmern, welche in erster Linie vom Geschiebe beeinflusst werden und in deren

Einzugsgebieten auch forstliche Maßnahmen vorzusehen waren, der Wasserbauingenieur

hingegen wurde mit den Verbauungen der Flüsse betraut. Diese fachliche Trennung gibt es bis

heute und hat sich trotz gelegentlicher Kritik sehr gut bewährt. Konflikte in der Vergangenheit

waren häufig auf persönliche Animositäten bzw. auch auf mangelndes gegenseitiges fachliches

Verständnis zurück zu führen.

Bei Fragen zu diesem Artikel wenden Sie sich bitte direkt an den Autor:
DI Sauermoser Siegfried
Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Tirol
Wilhelm Greil Strasse 9
6020 Innsbruck
DI Steiner Hubert
Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Wasserwirtschaft
Herrengasse 1
6020 Innsbruck