Alle Studienreisen

Im Überblick

Klassische alpine Naturgefahren Lawine, Wildbach und Murgang, Steinschlag, Rutschungen aber auch die Waldbrandproblematik

05.10.–10.10.2015 | Aosta - Haute-Savoie - Wallis

Studienreise 2015 - Auslandsstudienreise

Der Verein der Diplomingenieure der Wildbach- und Lawinenverbauung Österreichs veranstaltet ca. alle 4 Jahre eine Auslandsstudienreise. Diese fand diesmal vom 05.10.2015 bis zum 10.10.2015 in den Westalpen statt, wobei insgesamt drei Länder bereist wurden (Italien, Frankreich und Schweiz).

Die Auslandsstudienreise des Vereins der Diplomingenieure der Wildbach- und Lawinenverbauung vom 05. – 10.10.2015 führte die Teilnehmer in die Länder Italien, Frankreich und Schweiz. Besucht wurden Exkursionspunkte in der Mont-Blanc-Gruppe und in den Walliser Alpen. Die Thematik deckte die klassischen alpinen Naturgefahren Lawine, Wildbach und Murgang, Steinschlag, Rutschungen aber auch die Waldbrandproblematik ab. Es konnte mit den Referenten vor Ort sowohl die Vorbeugung, wie Gefahrenzonenplanung oder Warnsysteme als auch klassische technische Schutzmaßnahmen diskutiert werden.

Hier das Studienreise PDF downloaden.

Studienreise 2015

Thema „Stand der Technik und Innovationen der Ingenieurpraxis“

10. - 11. Oktober 2014 | Innsbruck und Landeck

Studienreise 2014 Tirol

Stand der Technik und Innovationen der Ingenieurpraxis

Die Studienreise 2014 in Tirol führt von Innsbruck in den Bezirk Landeck und ist dem Stand der Technik sowie den Innovationen der Ingenieurpraxis gewidmet. In Vorträgen, Besichtigungen von interessanten Bauprojekten und dem Wasserbaulabor der TU Innsbruck werden neue Entwicklungen der Schutztechnik vermittelt. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf der modellierungsunterstützten Planung, der Anwendung von Normen in der Planungspraxis und der Präsentation innovativer Lösungen zur Verbesserung der Funktionalität bestehender Verbauunganlagen. Stationen sind ua. der Lawinenbrecher in der Mühlerauer Klamm, der gesteuerte Verschluss der Geschiebedosiersperre im Schannerbach sowie der zugehörige Modellversuch an der TU Innsbruck und die Verbauung im Stubenbach, welche unter der Begutachtung der Österreichischen Staubeckenkommission errichtet worden ist.

Studienreise 2014 Tirol - Stand der Technik und Innovationen der Ingenieurpraxis

Aosta

Florian Rudolf-Miklau

Studienreise 2015

Wir fahren auf Studienreise.

Hier einen Anfahrtsplan downloaden.

Lawinenablagerung

WLV im Katastrophenmanagement

2013 Oberösterreich

Studienreise 2013 Oberösterreich

Studienreise 2013 Oberösterreich - WLV im Katastrophenmanagement

Thema "Wildbachprozesse"

12. – 14. September 2012 | Pinzgau (Salzburg)

Studienreise 2012 Salzburg

Thema "Wildbachprozesse"

Die Studienreise 2012 führt in den Pinzgau (Salzburg) und ist dem Thema „Wildbachprozesse“ gewidmet.
Ort: Raum Saalfelden – Zell am See, Fachveranstaltung im Congresszentrum Saalfelden

Die Analyse und Bewertung von Wildbachprozessen hat sich zu einer der wichtigsten Aufgabe als Grundlage für die Gefahrenzonenplanung, Maßnahmenplanung und Sachverständigentätigkeit entwickelt. Kaum eine Fragestellung des Hochwasserabflusses, Feststofftransportes oder murartiger Prozesse ist heute ohne den Einsatz von mathematischen oder physikalischen Modellen möglich. Die dynamische technologische Entwicklung in diesem Bereich hat die Wildbach- und Lawinenverbauung veranlasst, einen Fachbereich „Wildbachprozesse“ einzurichten, dessen Experten sich auf die Anwendung und Interpretation von Modellen für hydrologische und hydraulische Fragestellungen spezialisieren und beratend für die Dienststellen wirken. Aus der Modellanwendung leiten sich weiters zahlreiche Methoden für die Umsetzung der Ergebnisse bei Planungen und Spezialgutachten ab, sodass sich insgesamt ein umfangreicher „Stand der Technik“ entwickelt hat, der den Teilnehmern der Studienreise präsentiert werden soll. Weiters zeigt sich, dass die Eichung und Regionalisierung der Modelle an Naturdaten (Messdaten, Ereignisdaten) zu einem wesentlichen Qualitätsgewinn und einer nachweislichen Verbesserung der Wirkung von Schutzmaßnahmen führen kann. Das Programm der Studienreise sieht eine spannende Mischung aus Präsentationen und Besichtigungen aktueller Maßnahmen im Gelände mit thematischem Bezug vor. Den Kern der Veranstaltung bildet der „2. Wildbachworkshop“ am 13. September nachmittags, bei dem interne und externe Vortragende einen interessanten Bogen über das Thema „Prozessmodelle und deren Anwendung in der Ingenieurpraxis“ spannen werden. Im Rahmen der Studienreise bietet sich auch die Möglichkeit der Besichtigung der Geschiebemessstelle an der Urslau mit der Option (wasserstandsabhängig!) einer Probemessung. Den Abschluss der Studienreise bildet die Jahreshauptversammlung des Vereins am 14. September nachmittags. Inhaltlicher Auszug aus dem Programm: Abflussermittlung mit hydrologischen Modellen, Hydrologisches Monitoring; Wildbachverbauung: Bautypenentwicklung; Kleinwasserkraftnutzung in Wildbächen, Einfluss auf Geschiebehaushalt und Restwassermenge; Gestaltung von Unterlaufgerinnen im Spannungsfeld zwischen Feststofftransport und gutem ökologischem Zustand (EU-WRRL); Prozessmodelle und deren Anwendung in der Ingenieurpraxis; Geschiebemessprogramm Urslau.
Zum Termin der Studienreise 2012 wird der Heft 169 der Zeitschrift Wildbach- und Lawinenverbau erscheinen, welches dem Thema „Prozessmodelle“ gewidmet sein wird.

Vorläufiges Programm (Überblick):

  • 12. September 2012 | Treffpunkt: Gebietsbauleitung Pinzgau (Zell am See) (11 Uhr) | Schmittenbach/Zell am See | Kraftwerk Hartl/Leogang | Birnbach/Leogang
  • 13. September 2012 | Urslau/Saalfelden | Jetzbach/Maria Alm | 2. Wildbach-Workshop „Prozessmodelle und deren Anwendung in der Ingenieurpraxis“, Congress Saalfelden
  • 14. September 2012 | Exkursion Geschiebemessprogramm Urslau | Jahreshauptversammlung Verein DI WLV | (Ende: 15 Uhr 30)

 

Nächtigung im Hotel Hindenburg (Saalfelden)

Anmeldung und Anforderung des Detailprogramms beim Technischen Referenten.

Studienreise 2012 Salzburg - Thema "Wildbachprozesse"

Lawinenschutz und -gefahrenzonenplanung in Island

20. – 26. Juni 2011 | Island

Studienreise 2011 Island

Lawinenschutz und -gefahrenzonenplanung in Island

Die Studienreise nach Island zum Thema Lawinenschutz und Lawinengefahrenzonenplanung bot den 21 TeilnehmerInnen höchst interessante fachliche Einblicke und spektakuläre wie abwechslungsreiche Eindrücke einer noch geologisch jungen Insel. Auf unserer fünftägigen Busreise von Egilsstadir über Neskaupstadur, Akureyri und Siglufjördur nach Isafjördur konnten wir uns vom hohen fachlichen Niveau der isländischen Kollegen überzeugen. Eigene „Snowobserver“ dokumentieren das Lawinengeschehen in den ihnen zugewiesenen Bereichen und bilden auch die erste Anlaufstelle bei möglichen Evakuierungen. Ihre Expertise ist aber auch bei der Umsetzung von Schutzprojekten gefragt. Basis für sämtliche permanenten wie temporären Maßnahmen bilden die Gefahrenzonenkarten, die nach den Lawinenkatastrophen von Sudavik und Flateyri im Jahr 1995 eingerichtet wurden und nun für nahezu alle besiedelten und durch Lawinen gefährdeten Bereiche in Island erstellt wurden. Der gravierendste Unterschied zur Lawinengefahrenzonenplanung in Österreich ist die Annäherung über die Beurteilung von Individualrisiken und nicht die Festlegung von bestimmten Bemessungsjährlichkeiten. Diese Methode wurde vor Ort mehrfach intensiv diskutiert und von unserem Führer Tomas Johannesson schlußendlich auch nachvollziehbar dargelegt. Eine intensive Auseinandersetzung mit der isländischen Methode der Gefahrenzonenplanung wird im Island-Heft der Vereinszeitschrift (Heft 168) erfolgen. Das nach den Katastrophenlawinen 1995 eingerichtete Testfeld in Siglufjördur zur Erprobung von Stützverbauungen in den Anbruchgebieten gab nach nunmehriger 15-jähriger Erfahrung den Stahlschneebrücken den klaren Vorzug vor allen anderen am Markt befindlichen Systemen. Stahlschneebrücken werden daher bei vielen Schutzprojekten als Ergänzung zu Leit-, Ablenk- und Auffängdämmen eingesetzt. Wie wohl ein Schutzprojekt für eine Siedlung in Island nicht ohne Erddämme auskommt. Dies ist durch die Topographie bedingt – schmaler Küstensaum, parabelförmige, steile, ca. 600m hohe Sturzbahnen und in vielen Fällen Plateauberge, die zu einem enormen Schneeintrag führen. Auf dem Sektor des Lawinendammbaues haben die Isländer ein hohes theoretisches wie praktisches Wissen aufgebaut, das in zahlreichen neueren Publikationen (vgl. Satsie) seinen Niederschlag findet. Konsequent wird aber auch im Lawinenschutzder Risikoansatz verfolgt. So werden bei Schutzdämmen bei Straßen Verweildauern, Frequenzen von Lawinen und Autos, etc. miteinbezogen und auch klar kommuniziert, dass ein 100%-iger Schutz nicht möglich ist. Eine Dokumentation der Island-Studienreise erfolgt im Heft 168 der Zeitschrift Wildbach- und Lawinenverbau. Das Heft 168 wird im Dezember 2011 erscheinen.

Reiseroute im Detail:

  • Montag, 20.06. | Flug Reykjavik - Egilsstadir | Egilsstadir - Areyjadalur - Eskifjördur - Neskaupstadur
  • Dienstag, 21.06. | Neskaupstadur - Dettifoss - Godafoss - Power plant Krafla - Lake Myvatn - Akureyri
  • Mittwoch, 22.06. | Akureyri - Olafsfjördur - Siglufjördur - Saudarkrokur
  • Donnerstag, 23.06. | Saudarkrokur - Blönduos - Holmavik - Reykanes - Sudavik - Isafjördur
  • Freitag, 24.06. | Isafjördur - Tungudalur - Hnifsdalur - Bolungarvik - Flateyri - Isafjördur
  • Samstag, 26.06. | Flug Isafjördur - Reykjavik
Studienreise 2011 nach Island - Lawinenschutz und -gefahrenzonenplanung in Island Studienreise 2011 nach Island - Lawinenschutz und -gefahrenzonenplanung in Island Studienreise 2011 nach Island - Lawinenschutz und -gefahrenzonenplanung in Island Studienreise 2011 nach Island - Lawinenschutz und -gefahrenzonenplanung in Island

Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren

Ende Juni, Anfang Juli 2010 | Niederösterreich

Studienreise 2010 Niederösterreich

Thema "Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren"


Erfolgreicher Rückblick
Die Studienreise 2010 konnte Ende Juni, Anfang Juli im Raum Altlengbach zur Zufriedenheit aller Teilnehmer abgewickelt werden. Das höchst aktuelle Thema wurde in unzähligen Diskussionen erörtert.

 

Programm der Studienreise


Mittwoch 30.06.2010:

  • 10:00 Uhr - Treffpunkt Gemeindeamt Altlengbach, 3033 Altlengbach 93
  • 10:00 – 10:30 Uhr - Begrüßung, Einführung und Programm
  • 10:30 – 14:00 Uhr - Hochwasserschutz Altlengbach, Gde. Altlengbach
  • 14:00 – 15:00 Uhr - Mittagspause/ Mostheuriger
  • 15:00 - 16:30 Uhr - Schutzprojekt Unfalthsgraben, Gde. Altlengbach
  • 16:30 Uhr - Bezug der Quartiere, Hotel Steinberger, 3032 Eichgraben, Hauptstraße 34
  • 17:30 - 20:00 Uhr - Einheitliches Bemessungsereignis, Seltene Ereignisse, Workshop zum Thema Restgefährdung bei unterschiedlichen Prozessen
  • 20:00 Uhr - Abendessen

 

Donnerstag 01.07.2010:

  • 08:00 - 08:30 Uhr - Rückschau und Zusammenfassung Tag 1
  • 08:30 - 12:00 Uhr - Risiko: Definitionen, vorhandene Inhalte in WLV, EU-HWRL - Herausforderungen, Darstellungsmöglichkeiten
  • 12:00 - 13:00 Uhr - Mittagessen
  • 13:00 - 14:15 Uhr - Versicherbarkeit von Naturgefahren und operatives Risikomanagement aus der Sicht eines Erstversicherers
  • 14:30 Uhr - Abfahrt nach Weißenkirchen a.d. Donau
  • 16:00 - 18:00 Uhr - temporärer Hochwasserschutz Donau und Zubringer Grubbach, Gde. Weißenkirchen
  • 18:30 Uhr - Abendveranstaltung beim Heurigen

 

Freitag, 02.07.2010

  • 09:00 - 09:15 Uhr - Zusammenfassung der Studienreise
  • 09:15 - 09:30 Uhr - Impulsreferat zum Thema "Ist die Gefahrenabwehr der WLV noch zeitgemäß?"
  • 09:30 - 11:30 Uhr - Moderierte Diskussion zum Thema des Impulsreferats
  • 11:30 Uhr - Zusammenfassung, Abschluss der Studienreise
  • 12:00 Uhr - gemeinsames Mittagessen
  • 13:00 Uhr - Jahreshauptversammlung des Vereins der DI der WLV

 

Bericht zur Studienreise



Die Exkursionspunkte Lengbachl in Altlengbach und Donau bzw. Grubbach in der Gde. Weißenkirchen zeigten die Schwierigkeiten bei der Errichtung von permanenten und temporären Hochwasserschutzmaßnahmen und dem hydrologischen Zusammenspiel verschiedener Teileinzugsgebiete. Das Restrisiko im Bereich der Donau wurde von den Teilnehmern als sehr kritisch betrachtet, zumal auch der seitlich einstoßende, geschiebeführende Grubbach bei der Errichtung der temporären Maßnahmen noch nicht berücksichtigt wurde. Das vielfältige Zusammenspiel von Retentionsmaßnahmen bei nur gering verfügbaren Stauräumen und den erforderlichen Längsmaßnahmen in Siedlungsbereichen beherrschte die Diskussion in Altlengbach. Als wichtiges Instrument für den Betrieb von Retentionsanlagen wurden einhellig die Beckenbücher für die Konsenswerber erkannt. Am Unflathsgraben wurde die Möglichkeit von geschiebebewirtschaftenden Schutzmaßnahmen bei nur geringem Schadenspotenzial erörtert und der Gebietsbauleitung ein mögliches Schutzkonzept vorgeschlagen.

Die im Rahmen der Exkursionspunkte geführte Diskussion über das Thema Restgefährdung kam zu keinem einheitlichen Bild. Mit dem Gefahrenzonenplan haben wir zwar ein sehr wichtiges Instrument für die Raumplanung, ob dieser jedoch geeignet ist, allfällige Restgefährdungen darzustellen, gingen die Meinungen auseinander. Dies beinhaltet auch die Frage ob das im GZP dargestellte 150-jährliche Ereignis das dafür probate Bemessungsereignis ist oder aber ein selteneres Ereignisse (T300, Textrem) für die Beurteilung der Restgefährdung herangezogen werden sollte (vgl. EU-HWRL). Vielfach wurde zum Ausdruck gebracht, dass für die betroffene Bevölkerung die Darstellung der Gefährdung eines häufigeren Ereignisses (z.B. T30) zielführender wäre. Dies ist natürlich auch unmittelbar mit der Darstellung der Schutzwirkung von Verbauungen verknüpft. Ob diese im Gefahrenzonenplan dargestellt werden soll – in welcher Form auch immer – konnte ebenfalls nicht abschließend geklärt werden. Wichtig erscheint den Teilnehmern jedoch, dass die Gefahrenzonen vor und nach Verbauung im GZP-Operat (in unterschiedlichen Beilagen) vorhanden sein müssen.

Abgerundet wurde dieser Themenkomplex durch einen Vortrag zum Sicherheitskonzept der österr. Staubeckenkommission. Dieses basiert auf einem 3-Säulen-Modell, das eine konservative Konstruktion, die laufende Überwachung und eine Störfallvorsorge vorsieht. Mit der Erstellung von Beckenbüchern bei HW-Retentionsanlagen der Wildbach- und Lawinenverbauung können auch wir dieses Konzept umsetzen.

Als Ergänzung fungierte die erstmalige Vorstellung der mit den Kollegen der BWV und des HZB erarbeiteten Vorgangsweise zur Ermittlung eines einheitlichen Bemessungsereignisses im Kollegenkreis. Dies wurde positiv aufgenommen und wird in Ansätzen in einzelnen Bundesländern bereits praktiziert.

Der Begriff Risiko und die damit verbundene Thematik wurden uns sehr gut näher gebracht. Nach den Definitionen und unterschiedlichen Zugängen aus natur- und sozialwissenschaftlicher Sicht sowie aus Sicht der Ökonomie wurden die Anknüpfungspunkte in der täglichen Arbeit der Wildbach- und Lawinenverbauung mit der Gefahrenzonenplanung und Kosten-Nutzen-Untersuchung herausgearbeitet. Eine sehr gute Ergänzung bot der Vortrag zum Thema Risiko aus Sicht eines Versicherers. Klar zum Ausdruck kam, dass alpine Naturgefahren derzeit noch eine untergeordnete Rolle im Gegensatz zu Sturm und Hagel für die Versicherungen spielen. Mit der Erstellung von HORA und den laufenden Diskussionen über eine Solidarversicherung wie bspw. in der Schweiz bleibt die Versicherungswirtschaft in diesem Feld aktiv.

In der Abschlussdiskussion zum Thema „Ist die Gefahrenabwehr der WLV noch zeitgemäß“ zeigte sich, dass die Wildbach- und Lawinenverbauung das Thema Risiko und den Umgang damit für sich noch nicht fachlich sauber definiert hat. Wir schaffen mit unseren Maßnahmen zwar Sicherheit, haben jedoch keine einheitliche Sprache bei der Thematisierung einer Restgefährdung/eines Restrisikos. Im Zuge der laufenden Diskussionen zur Umsetzung der EU-HWRL in Österreich und möglicher Konsequenzen für die Gefahrenzonenplanung (häufige und seltene Ereignisse, Einbeziehung des Schadenpotenziales) wird sich auch die Wildbach- und Lawinenverbauung intensiv damit befassen und entsprechende Lösungskonzepte bzw. Vorgangsweisen erarbeiten müssen.

 

Dokumentation der Studienreise



Eine Dokumentation der Studienreise erfolgt im Heft 167 der Zeitschrift Wildbach- und Lawinenverbau anhand von Berichten zu den einzelnen Themenschwerpunkten.

Das Heft 167 wird im Frühjahr 2011 erscheinen.

Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren Studienreise 2010 Niederösterreich - Restgefährdung und Risikobetrachtungen im Bereich des Schutzes vor Naturgefahren

Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung

01. - 02. Oktober 2009 | Kärnten

Studienreise 2009 Kärnten

Thema "Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung"

Das Thema "Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung" beschäftigte Anfang Oktober 2009 ca. 20 KollegInnen nahezu aller Vereinsgruppen in Obervellach im Kärnter Mölltal. Am Beispiel des Kaponigbaches wurden die anstehenden Fragen bei der Instandhaltung bestehender Schutzmaßnahmen unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Gefahrenzonenplanung intensiv erörtert und Lösungsmöglichkeiten bzw. Vorgangsweisen für die Zukunft gesucht.
Mit der Kärntner Maßnahmendatenbank und der Wildbachbetreuung Tirol konnten richtungsweisende Best-practice-Beispiele aufgezeigt und vorgestellt werden.
Einmal mehr zeigte sich, dass die Studienreisen als Zukunftswerkstatt im Bereich Schutz vor Naturgefahren fungieren.

Eine detaillierte Dokumentation erfolgt im Heft 165 der Zeitschrift Wildbach- und Lawinenverbau.
 

Das Programm der Studienreise:


Donnerstag, 01.10.2009:

Vorträge:

  • Einführung in das Einzugsgebiet des Kaponigbaches
  • Die Anfänge der Verbauungsmaßnahmen am Kaponigbach der Gde. Obervellach und die WLV
  • Weitere Verbauungsmaßnahmen am Kaponigbach, insbesondere das Verbauungsprojekt 1999, Projektierung und Umsetzung der Maßnahmen
  • Stand der Gefahrenzonenplanung
  • Vorstellung des Maßnahmenatlas am Beispiel des Kaponigbaches

anschl. Begehung des Einzugsgebietes:

  • Besichtigung der Konsolidierungen im Steggraben und Wildschkitzenbach
  • Errichtung von zusätzlichen Maßnahmen in Folge des Wildholzeintrages durch den Sturm Paula im Jänner 2008

 

Freitag, 02.10.2009

Vorträge: 

  • Aufbau und Funktion des Bauwerkskatasters der Sektion Kärnten, ein GIS-Tool zur Erfassung und Bewertung des Zustandes von Schutzbauwerken
  • Wildbachbetreuung in Tirol

     

    Diskussion über die Kommunikation mit Betroffenen

    Abschlussdiskussion und Ausblick

    Studienreise 2009 Kärnten - Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung Studienreise 2009 Kärnten - Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung Studienreise 2009 Kärnten - Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung Studienreise 2009 Kärnten - Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung Studienreise 2009 Kärnten - Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung Studienreise 2009 Kärnten - Instandhaltung von Verbauungen, Strategien einst und jetzt, Auswirkungen auf die Raumplanung

    Thema „Einsatz von Schneenetzen“

    01. - 04. April 2008 | Tirol

    Winterstudienreise 2008

    Einsatz von Schneenetzen

    Die Winterstudienreise 2008 nach Tirol konnte in der ersten Aprilwoche erfolgreich durchgeführt werden.

    Die große Teilnehmerzahl und die intensiven fachlichen Diskussionen dokumentierten das Interesse an den gewählten Themen Technischer Lawinenschutz, Lawinenerlass, Gefahrenzonenplanung und der Lawinensimulation.

     

    Programm der Studienreise


    Dienstag, 01.04.2008

    • 13:30 - 16:30 Uhr - Testfeld Schneenetze Hafelekar, Veranlassung, Technische Details, Methoden, Ergebnisse, Vergleiche Stahlschneebrücken vs. Netze, Technische Standards, Erfahrungen aus den Sektionen
    • 16:30 - 17:00 - Lawinenerlass Nordkettenbahn mit anschl. Diskussion

     

    Mittwoch, 02.04.2008

    • 08:00 – 14:30 Uhr Gefahrenzonenplanung: Berücksichtigung von Simulationen, Wirkung von Verbauungen
      Exkursionspunkt 1: Arzleralm-Lawine, Stadtgemeinde Innsbruck
      Exkursionspunkt 2: Aherbachlawine, Gemeinde Gries im Sellrain
    • 15:30 – 16:45 Uhr - Geführte Diskussion zu den Exkursionspunkten, Berücksichtigung von Simulationen, Wirkung von Verbauungen
    • 17:00 – 19:00 Uhr Lawinenerlass: Rechtliche Grundlage, praktische Handhabung in den Sektionen Vbg, Tirol und Sbg 

     

    Donnerstag, 03.04.2008

    • 09:30 – 16:00 Uhr - Umsetzung des Lawinenerlasses im Schigebiet Ischgl

     

    Freitag, 04.04.2008

    • 09:00 – 11:30 Uhr - Geführte Diskussion zum Thema Stellenwert der Lawinensimulation in der Gefahrenzonenplanung und Gutachtertätigkeit, Chancen und Risiken

     

    Bericht der Studienreise




    Der erste (Halb-)Tag der Studienreise war dem Thema „Einsatz von Schneenetzen“ gewidmet. Das von der Sektion Tirol eingerichtete Testfeld am Hafelekar hoch über Innsbruck bot dafür den richtigen Rahmen. 

    Konsens konnte dahingehend gefunden werden, dass Schneenetze die seit Jahrzehnten bewährten Stahlschneebrücken langfristig nicht ersetzen sollen. Vielmehr geht es darum, Erfahrungen in der praktischen Umsetzung von Schneenetzen und deren Materialeigenschaften zu sammeln. Hier wird die Einbeziehung aller Dienststellen notwendig und sinnvoll sein, um österreichweit einheitliche Standards definieren und Entscheidungskriterien für den Einsatz erarbeiten zu können. Dies auch gerade in Hinblick auf die Ausarbeitung der ON-Regeln zu Schutzbauwerken der Lawinenverbauung.

    Abgerundet wurde der erste Tag durch eine Präsentation zur Erneuerung der Nordkettenbahn in Hinblick auf die Lawinensicherheit als Einstieg in das weitere Schwerpunktthema Lawinenerlass.

    Der nächste Tag war im ersten Halbtag dem Thema Lawinengefahrenzonenplanung unter Berücksichtigung der Wirkung von Verbauungen sowie von Simulationen und im zweiten Halbtag dem Thema Lawinenerlass gewidmet.

    Anhand der beiden Exkursionspunkte Arzleralm-Lawine in der Stadtgde. Innsbruck und der Aherbachlawine, Gde. Gries im Sellrain, zeigte sich sehr schnell wie schwierig die Berücksichtigung von Bauwerken in der Sturzbahn oder im Anbruchgebiet bei der Revision von Gefahrenzonen in Einzugsgebieten ist. Erfüllen die Bauwerke den ihnen zugedachten Schutz beim Bemessungsereignis? Wirken sie gar nur bei den häufigen Ereignissen? Müssen wir Zonen nach Verbauungen zurücknehmen? Ergebnisse von Simulationen standen wagen Chronikaufzeichnungen gegenüber. Wie gehen wir mit starkem Siedlungsdruck im Randbereich von Städten oder größeren Ortschaften um – entscheiden wir alleine aufgrund fachlicher Kriterien? Verständlicherweise konnte nicht auf alle Fragen eine Antwort gegeben werden – zu spezifisch sind die jeweiligen Problemstellungen.

    Die intensiven Diskussionen mit erfahrenen und jungen Kollegen haben jedoch für alle einen erweiterten Wissensstand gebracht.

    Am späteren Nachmittag startete ein intensiver Block zum Thema Lawinenerlass, der als Basis für den darauf folgenden Tag im Schigebiet von Ischgl dienen sollte.

    Nach der Geschichte des Lawinenerlasses und den rechtlichen Grundlagen präsentierte je ein Vertreter der Sektionen Salzburg, Vorarlberg und Tirol die Erfahrungen mit dem Lawinenerlass in den letzten Jahren, teilweise anhand von konkreten Beispielen. Klar zum Ausdruck kam der hohe Sicherheitsstandard, der in den letzten Jahrzehnten in Österreich erreicht wurde. Eine Weiterentwicklung des Lawinenerlasses aufgrund der gemachten Erfahrungen in den letzten Jahren wurde aus verschiedensten Gründen in den Raum gestellt.

    Tag 3 führte die Teilnehmer ins Schigebiet von Ischgl, um die praktische Umsetzung des Lawinenerlasses anhand von konkreten Beispielen (3 Ausnahmeverfahren in den letzten Jahren) zu besichtigen und zu erörtern. Im Rahmen der kompetenten Führung durch Vertreter der Silvretta Seilbahn AG wurde uns auch die umfangreiche Arbeit der professionell agierenden Lawinenkommission im Schigebiet vorgestellt.

    Am letzten (Halb-)Tag der Studienreise stand eine Diskussion zum Thema „Stellenwert der Lawinensimulation in der Gefahrenzonenplanung und Gutachtertätigkeit – Chancen und Risiken“ auf dem Programm. Nach zwei Impulsreferaten entwickelte sich eine intensive Diskussion. Darin wurde eindeutig festgestellt, dass die Lawinensimulation Stand der Technik ist, dieser sich jedoch fortwährend weiterentwickelt – wie auch unsere Simulationsmodelle. Klar zum Ausdruck kam auch, dass die Simulation immer nur ein Werkzeug zur Entscheidungsfindung bleibt – wenn auch ein, gerade in der jetzigen Zeit, sehr Wichtiges, dem sehr viel (teilweise zu viel) Glauben geschenkt wird – intern wie extern.

    Eine Dokumentation der Winterstudienreise erfolgt in einem der nächsten Hefte der Zeitschrift Wildbach- und Lawinenverbau anhand von Berichten zu den einzelnen Themenschwerpunkten.

    Winterstudienreise 2008 - Thema „Einsatz von Schneenetzen“ Winterstudienreise 2008 - Thema „Einsatz von Schneenetzen“ Winterstudienreise 2008 - Thema „Einsatz von Schneenetzen“ Winterstudienreise 2008 - Thema „Einsatz von Schneenetzen“ Winterstudienreise 2008 - Thema „Einsatz von Schneenetzen“ Winterstudienreise 2008 - Thema „Einsatz von Schneenetzen“

    die.wildbach im Gschlief

    Ende November 2007 | Gmunden (OÖ)

    Bericht Exkursion Gschliefgraben - OÖ

    Thema "die.wildbach im Gschlief"

    40 Wildbachler aus ganz Österreich folgten Anfang Mai einer Exkursion in einen der momentanen Hot-Spots der Wildbach- und Lawinenverbauung (die.wildbach) zum Gschliefgraben in Gmunden am Ostufer des Traunsees.

    Ende November 2007 hatte sich dort ein mächtiger Erdstrom in der seit Jahrhunderten bekannten Großrutschung in Richtung der 74 Häuser am Schwemmkegel des Gschliefgrabens bewegt und diese massiv gefährdet. Nur durch den raschen Einsatz eines Spezialistenteams unter Führung der Wildbachverbauung Oberösterreich konnte der Erdstrom vor den Häusern gestoppt werden. Unmittelbare Schäden an den Häusern sind nicht aufgetreten, sieht man von einer Lageverschiebung von ca. 60cm zweier Häuser ab.
    DI Gasperl und DI Schiffer führten die Exkursionsteilnehmer in einem Rundgang über nahezu den gesamten Bereich der Großrutschung. Dabei wurde das Ausmaß dieses Erdstromes erst richtig deutlich. Schier Unvorstellbares wurde in den letzten Monaten durch die Beteiligten geleistet, um die treibende Kraft hinter dem Erdstrom, das Wasser, aus der Großrutschung auszuleiten. Mit Erfolg, wie die zahlreichen periodisch durchgeführten Bewegungsmessungen zeigen. Trotzdem sind immer noch 12 Häuser im Zentralbereich des Erdstromes evakuiert.
    Neben den Sofortmaßnahmen wurde in den letzten Monaten zudem ein langfristiges Schutzprojekt mit einem Investitionsvolumen von knapp € 11 Mio. in den nächsten 10 Jahren ausgearbeitet, das die systematische Ausleitung sämtlicher Wässer aus dem Bereich der Großrutschung vorsieht und mit dessen Umsetzung unverzüglich begonnen wird.
    Alle Teilnehmer waren am Ende des Tages tief beeindruckt von den Gewalten der Natur, aber natürlich auch von den kaum beschreibbaren Leistungen der oberösterreichischen Kollegen während der letzten Monate.
    die.wildbach konnte im Gschliefgraben einmal mehr unter Beweis stellen, dass sie der kompetente Ansprechpartner in Sachen Schutz vor Naturgefahren in Österreich ist.

    Bericht Exkursion Gschliefgraben - OÖ Bericht Exkursion Gschliefgraben - OÖ Bericht Exkursion Gschliefgraben - OÖ